Kindergartenpädagogik
- Online-Handbuch -

Herausgeber: Martin R. Textor

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KiDZ - Kindergarten der Zukunft

 

Bisher sind Kindergarten und Grundschule zwei getrennte Bereiche mit unterschiedlichem Bildungsauftrag. Das Modellprojekt KiDZ soll künftig diese beiden Kulturen vereinen. Ziel des Projekts ist eine frühe, individuelle Förderung von drei- bis sechsjährigen Kindern, die an den persönlichen Vorerfahrungen und Begabungen des einzelnen Kindes anknüpft.

Neueste neurowissenschaftliche und entwicklungspsychologische Studien weisen auf das enorme Lernpotenzial von Kindern in dieser Altersgruppe hin und unterstützen damit die Idee des innovativen Projekts. Besonders die Tatsache, dass für bestimmte Lernschritte so genannte Zeitfenster existieren, macht klar, dass Versäumnisse in dieser Phase des Lebens später nicht oder nur mit erheblichem Aufwand ausgeglichen werden können.

Diese Erkenntnisse sollen in Zukunft in der Elementarpädagogik stärker als bisher genutzt werden. Im Rahmen des von der Stiftung Bildungspakt Bayern, dem bayerischen Kultusministerium, dem bayerischen Sozialministerium sowie der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) initiierten Modellversuchs verschmelzen nun Kindergarten und die erste Klasse der Grundschule zu einer Einheit. Pädagogisches Fachpersonal und Lehrer/innen arbeiten hier im Team zusammen. Sie betreuen und bilden gemeinsam. Das neue Konzept betrachtet die Begriffe Spielen und Lernen nicht getrennt: Durchdachte Lernangebote ermöglichen einen fließenden Übergang vom "lernenden Spielen" zum "spielenden Lernen".

Der jeweilige Entwicklungsstand und die besonderen Stärken des einzelnen Kindes sind Ausgangspunkt für diese neue Form der Frühförderung. Die genaue Beobachtung und Dokumentation aller Entwicklungsschritte eines Kindes und eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern sind wesentliche Aufgaben der Pädagogen. Damit wird ein kontinuierlicher Übergang vom Kindergarten in die Schule geschaffen, der den Kindern eine individuellere und gegebenenfalls frühzeitigere Einschulung ermöglicht.

Die Kinder profitieren von KiDZ in mehrfacher Hinsicht. Sie können je nach Entwicklung zwei, drei oder vier Jahre in ihrem bekannten Umfeld verweilen. Altersgemischte Gruppen ermöglichen durch ihre Heterogenität in allen Bereichen eine Vielzahl von Lernsituationen im natürlichen Lebensalltag der Kinder.

KiDZ beginnt im Schuljahr 2004/2005. Der Versuch ist zunächst auf fünf Jahre angelegt.

Die Aufgaben der pädagogischen Teams unter der wissenschaftlichen Begleitung von Prof. Hans-Günther Roßbach, Universtität Bamberg, sind unter anderem:

  • Erarbeitung eines Curriculums und Entwicklung pädagogischer Materialien,
  • Entwicklung eines Weiterbildungskonzeptes für Grundschullehrer/innen und Erzieher/innen,
  • Einbindung und Beratung der Eltern im Sinne einer Erziehungspartnerschaft,
  • Entwicklung verschiedener Formen von Teamarbeit,
  • Synergie der beiden Kulturen Kindergarten und Schule.

Ein wissenschaftlicher Beirat - Prof. Dr. Dieter Lenzen, Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer und Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis - unterstützt das Projekt.

Ansprechspartner

Manuela Riedelsheimer (Projektleitung)
Tel.: 089/2186-2090
Fax: 089/2186-1803
Email: manuela.riedelsheimer@stmuk.bayern.de

Ruth Kotzian (Projektkoordinatorin)
Tel.: 089/2186-2094
Fax: 089/2186-1803
Email: ruth.kotzian@stmuk.bayern.de

Christine Krijger (Projektkoordinatorin)
Tel.: 089/2186-2087
Fax: 089/2186-1803
Email: christine.krijger@stmuk.bayern.de

Geschäftsführung der Stiftung Bildungspakt Bayern
Regina Pötke
Maria-Theresia-Straße 17
81675 München
Tel.: 089/2186-2088
Fax: 089/2186-1803
Email: regina.poetke@stmuk.bayern.de