Das Leochrima Zauberlaufrad

Josef Ilting

 

Einführung

Kinder-Laufräder boomen. Jetzt kann man aus dem vorhandenen Tretroller ein Laufrad machen.

Dass viele Kinder heute mit sechs Jahre nicht auf einem Bein stehen, geschweige denn auf einem Bein hüpfen oder balancieren können, ist alarmierend. Besonders, wenn man die Erkenntnisse der Psychomotoriker berücksichtigt: Kinder, die das Gleichgewicht nicht halten können, können sich auch geistig nicht entwickeln. Denn körperliche Bewegung initiiert die Fortentwicklung des Gehirns, und der Gleichgewichtssinn nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Der lässt sich mit Laufrädern gut schulen - besser als mit scheppernden Rutschautos.

Da auch der gute alte Tretroller dafür gut geeignet ist, stehen manche Erwachsenen vor der Wahl, Tretroller oder Laufrad? Oder es ist schon ein Roller vorhanden, und die Kinder wünschen sich ein Laufrad. Dafür gibt es jetzt eine Lösung: Leochrima, ein Umbausatz, der aus dem Tretroller ein Laufrad macht. Denn auch Josef Ilting war mit dem Bewegungsablauf seines Sohnes auf dem Bobby-Car nicht zufrieden. Die Holz-Laufräder, die es gab, überzeugten ihn nicht. Das brachte den gelernten Ingenieur auf die Idee, einen normalen Tretroller zum Laufrad umzubauen. Ein Loch ins Trittbrett gebohrt, eine Stange senkrecht darauf geschraubt und oben ein Einradsattel montiert. Fertig war das Laufrad, das auf den ersten Blick wie eine Kreuzung aus Roller und Einrad anmutet. Ilting stellt seinen Umbausatz unter dem Namen Leochrima inzwischen in Serie her.

Laufräder als Möglichkeit zur Förderung psychomotorischer Kompetenzen

Üblicherweise lernen Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren den Umgang mit einem Zweirad. Doch mit dem Laufrad ist das Fahren auf zwei Rädern schon sehr viel früher möglich. Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren sind schon in der Lage, mit einem Laufrad erste Erfahrungen zu machen.

Die Beherrschung von rollenden Fortbewegungsmitteln stellt an das Kind hohe psychomotorische Anforderungen. Die Kinder sind zunächst oft überfordert und verlieren schnell den Mut und die Lust, sich mit einem Zweirad fortzubewegen. Beim Laufrad allerdings können Kinder auf die sicheren und bekannten Bewegungsabläufe des Gehens zurückgreifen.

Kinder brauchen für den Umgang mit dem Laufrad keine großen Vorerfahrungen und beherrschen sehr schnell die neue Fortbewegungsart. Es stellt eine ideale Übergangslösung zum späteren Umstieg auf das Kinderfahrrad dar. Es bereitet den Kindern weniger Schwierigkeiten und birgt somit auch ein geringeres Risiko für Unfälle und Verletzungen. Da man beim Laufradfahren einen ständigen Bodenkontakt mit den Füßen hat und die Fortbewegung als solche dem des Gehens ähnelt, zählen sie auch verkehrsrechtlich zu den Fußgängern. Daher ist eine Nutzung auf Gehwegen, in Fußgängerzonen und überall da, wo Fußgänger unterwegs sind, erlaubt.

Die Beherrschung eines rollenden Fortbewegungsmittel ist zunächst für Kleinkinder ein psychomotorisches Problem: ein kompliziertes Zusammenspiel geistig-seelischer und körperlicher Einzelleistungen muss erworben werden - eine Lernleistung, die in ihrer Komplexität vermutlich ebenso hoch oder gar höher zu veranschlagen ist als das Erlernen des Autofahrens für die Erwachsen.

Beim Laufrad kann das Kind auf ihm bekannte Bewegungsabläufe zurückgreifen. Besonders bei Jungen und Mädchen mit motorischen Handicaps oder bei Kindern ohne Vorerfahrung, z.B. Kindern aus anderen Kulturkreisen, ist Laufradfahren als eine ideale Übergangslösung vor dem eigentlichen Radfahren zu empfehlen.

Das Laufrad ist ein technisch einfaches und robustes Spielzeug, das den Anfängern weniger Schwierigkeiten als das Fahrrad bereitet und ein geringes Unfallrisiko birgt. Beim Laufrad fahren wird besonders der Gleichgewichtssinn gefördert, so dass der Übergang zum Radfahren wesentlich erleichtert wird. Laufradfahren ist auch insofern eine gute Vorbereitung auf das Rad fahren, weil auf die Montage von Stützrädern (die die Kinder in ihrer motorischen Entwicklung behindern) am Fahrrad verzichtet werden kann.

Laufräder im Vergleich

Die handelsüblichen Kinder-Laufräder sind meist für die Altersgruppe der Drei- bis Viereinhalbjährigen ausgelegt. Nach der Norm EN71-1 sind für Kinder unter drei Jahren Laufräder nicht erlaubt, da diese die geforderte Standfestigkeit grundsätzlich nicht erfüllen. Ein tiefer Schwerpunkt kann natürlich die Kippgefahr deutlich verringern. Zusätzlich ist das Tragen eines Helmes sehr zu empfehlen.

Der Markt für Laufräder boomt: Gab es noch vor einigen Jahren nur wenige Hersteller, die Laufräder herstellten, sind es inzwischen Dutzende, die den Markt erobern. Große Marken wie Kettler und Pucky haben ebenfalls den Laufradmarkt für sich entdeckt. Selbst kleine Holzmanufakturen verkaufen mittlerweile große Stückzahlen im Jahr.

Konstruktion und Ausstattung sind bei den meisten Modellen sehr ähnlich: Luftreifen gehören schon zum Standard sowie ein höhenverstellbarer Sattel. Die Radlager, die mit einem Kugel- oder Gleitlager ausgerüstet sind, sorgt für leichtes Fahren. Der Lenker sollte nicht zu breit sein, damit ein enger Lenkeinschlag möglich ist und für ein besseres und sicheres Handling sorgt. Bei der Konstruktion sollte man auf einen optimalen Abstand zwischen Lenker und Sattel achten, weil dadurch eine bequeme und sichere Sitzhaltung gewährleistet wird. Eine Bremse ist erst für Kinder, die älter als vier Jahre sind zu empfehlen, weil jüngere Kinder mit der Koordination noch überfordert sind. Da die Laufradfahrer zu der Gruppe der Fußgänger zählen, gibt es vom Gesetzgeber noch keine vorgeschriebene Sicherheitsprüfung.

Um das Laufrad für das Kind attraktiv zu halten, sollten auch wichtige Komfortkriterien erfüllt sein. Dazu zählen ein tiefer Einstieg, ein richtig gepolsterter Sattel sowie eine Abstellmöglichkeit für die Füße auf einem Trittbrett. Letzteres ist besonders wichtig, da das Anziehen der Beine das Kind bereits nach kurzer Zeit verkrampft und sehr ermüdet.

Unter dem Preisaspekt ist zu beachten, dass ein Kleinlaufrad für ein bestimmtes Kind jeweils nur ca. 1,5 Jahre verwendbar ist. Danach muss in der Regel ein größeres Laufrad angeschafft werden.

Der Leochrima Bausatz

Mit diesem Universalbausatz können mittels weniger Handgriffe aus jedem handelsüblichen Roller ein technisch hochwertiges Laufrad gebaut und natürlich wieder zum Roller zurückgebaut werden. Der Bausatz wird mit nur einer Schraube befestigt. Der Bausatz wächst in allen wichtigen Sitzpositionen mit, passend zu allen Rollergrößen, für Kinder ab drei Jahren bis zur erwachsenen Person (für Schrittlänge von 35 bis 95 cm). Der Laufradbenutzer hat mit den Füßen immer sicheren und ständigen Bodenkontakt:

  • Gleichgewichtstraining ohne Stützräder,
  • spielerisch den Gleichgewichtssinn fördern: "Ich fahre jetzt selbst",
  • sicherer, tiefer und somit bequemer Ein- und Ausstieg,
  • leichter Ausstieg bei Sturzgefahr,
  • nahtloser Übergang zum Radfahren,
  • Kind kann mühelos der Schrittgeschwindigkeit von Erwachsenen folgen, auch über größere Strecken,
  • geübte Laufradfahrer können problemlos auf das Fahrrad umsteigen,
  • das Kind bzw. der Benutzer kann während der Fahrt die Füße auf das Trittbrett stellen und entkoppelt sich somit vom Boden und kann jetzt mit der eigentlichen Balanceübung beginnen, dabei Beine und Füße ausruhen und entspannen oder sich schieben und ziehen lassen,
  • sichere, nicht zu schmale Ballonräder fahren durch Dick und Dünn über Stock und Stein, wobei jederzeit Bodenkontakt möglich ist,
  • bester Topsitz, PU-geschäumt, bequem, körpergerecht,
  • durch langen Radstand ausgezeichnete Laufeigenschaften,
  • tiefer Schwerpunkt, somit stabiles und ruhiges Fahrverhalten. Nicht zu große Räder, deshalb sehr, also kleiner Wendekreis.

Der Zusammenbau mit dem Roller ist einfach und auch von Laien durchführbar.

 

Leochrima Zauberlaufrad

 

Einige Übungen und Spiele mit Laufrädern

1. Phase - Allein fahren

  • Schwung holen und eine möglichst lange Strecke fahren ohne Bodenberührung,
  • aus einem langsam und kontrolliertem Fahren auf einer geraden Linie exakt geradeaus fahren,
  • im Kreis fahren, eine Acht fahren,
  • Slalom fahren,
  • Wechsel des Standbeins (Geschwindigkeit dabei halten) bei gerader Fahrt, vor einer Kurve, beim Slalom fahren,
  • Durchfahren einer engen Spurgasse,
  • bremsen,
  • langsam anfahren und auf eine Markierung am Boden zufahren, gegen Ende abbremsen,
  • während der Fahrt auf ein Signal hin blitzschnell anhalten bzw. abspringen,
  • eine leichte Gefällstrecke kontrolliert hinunterfahren (mit kontrolliertem Bremsverhalten),
  • alleine oder zu zweit ein Laufrad heben,
  • Laufrad wenden, hochheben und um 180 Grad drehen.

Für den ungeübten Fahrer bedarf es zunächst einmal, das Gerät in den Griff zu bekommen und ein Gefühl dafür zu entwickeln. Um es exakt zu beherrschen, müssen die Lenkung, das Bremsen und das Fahren um die Kurve gelernt und automatisiert werden - dazu sollen die obigen Übungsbeispiele anleiten.

Zu beachten ist besonders der Unterschied zwischen einem rechtsfüßigem und einem linksfüßigem Laufradfahrer. Im Hinblick auf das Kurvenfahren ergeben sich unterschiedliche Konstellationen in der Bewegungsausführung. Der rechtsfüßige Fahrer hat somit rechts auch das bessere Gleichgewichtsgefühl, und rechts ist demzufolge sein Standbein. Mit dem linken Bein stößt er sich ab und nutzt es als Schwungbein. Das Fahren einer Rechtskurve stellt an den rechtsfüßigen Fahrer eine größere Herausforderung dar. Weil er sich in der Kurve nicht abstützen kann, um nicht umzukippen, da rechts sein Standbein ist, muss er dementsprechend, um eine Rechtskurve zu fahren, weiter ausholen. Deshalb ist das Kurvenfahren als Übung sehr wichtig.

Auch die Bremsung muss, um sie exakt zu beherrschen, erst eingeübt werden. Für den Fahrer ist das Anhalten und Bremsen zunächst noch ein ungewohnter Handlungsablauf, der durch das gezielte Üben zur Routine wird. Erst danach ist ein sicheres Fahren mit dem Laufrad möglich - damit ist gemeint, dass der Fahrer auch in gefährlichen Situationen sicher zum Stehen kommt.

2. Phase - Allein fahren mit zusätzlichen Übungsmaterialien

  • Durch ein Labyrinth aus Markierungshütchen und Springseilen fahren,
  • einen Tennisring oder ein Sandsäckchen auf dem Kopf balancieren,
  • Jongliertücher werden in die Kleidung gesteckt, sodass sie beim Fahren im Wind flattern,
  • eine Zeitung wird durch den Fahrtwind an die Brust gepresst,
  • ein Ball oder ein Markierungshütchen auf dem Trittbrett balancieren,
  • Hindernisse vom Boden aufheben und transportieren,

3. Phase - Gemeinsam fahren

Mit einem Partner gemeinsam auf dem Laufrad fahren:

  • Ein Partner sitzt,
  • steht mit auf der Trittfläche,
  • Fahren mit verbundenen Augen,
  • gemeinsam fahren, gemeinsam Schwung holen,
  • synchron nebeneinander bzw. hintereinander herfahren,
  • Abschleppen: ein Seil an zwei Laufrädern befestigen, ein Kind geht zu Fuß und zieht ein anderes, das auf dem Laufrad sitzt,
  • Formationen oder eine Kür fahren,
  • in der Schlange fahren,
  • in der Schlange fahren, wobei das erste Kind vorfährt und sich hinten wieder an die Schlange dranhängt,
  • Hund und Herrchen: Ein Kind fährt vor und macht dabei irgendwelche Bewegungen, fährt einhändig, winkt, fährt Schlangenlinie usw., und alle anderen Kinder machen das nach.

4. Phase - Spiel mit dem Laufrad

Zur Auswahl der Spiele: Der erste Schritt ist die Auswahl eines bestimmten Spieles, dass der jeweiligen Situation und den Gegebenheiten angepasst ist. Das Spiel sollte dem Gelände angepasst werden können. Außerdem sind mögliche Gefahrenquellen wie Ausrutschen bei nassem Boden und Hindernisse zu berücksichtigen. Der Aktionsradius sollte der Umgebung und dem Können der Kinder entsprechen. Eventuell muss das Spielfeld entsprechend angepasst und markiert werden z. B. mit Markierungshütchen, Seilen etc.

Um die Motivation bei den Kindern zu wecken, sollte das Spiel der allgemeinen Stimmung und der zur Verfügung stehenden Zeit angepasst sein. Niemand sollte zum Spiel gezwungen werden. Die Regeln des Spiels müssen klar definiert werden, und jedes Kind muss sie verstanden haben, bevor mit dem Spiel begonnen wird. Deswegen sollten die Spielregeln nicht zu kompliziert sein. Vielmehr sollten sie einfach und klar verständlich sein, damit sie hinterher von allen konsequent angewendet werden können. Nach Bedarf können Regeln auch abgeändert und der Spielsituation angepasst werden.

Das Spiel sollte auch nur einen bestimmten Zeitraum in Anspruch nehmen; gegebenenfalls sollte das Spiel bei Unmut der Mitspieler unterbrochen bzw. abgebrochen werden. In diesem Fall sollte lieber mit einem anderen Spiel fortgesetzt werden, damit die Motivation bei den Kindern nicht vergeht. Ebenso sollten Vorschläge und Wünsche der Kinder berücksichtigt werden.

Giftspritze

Alle Kinder fahren mit dem Laufrad in einem abgegrenzten Feld umher. Der Fänger hat eine Soft-Frisbeescheibe (= Giftspritze) in einer Hand. Durch die Berührung mit dem Frisbee, welches nicht geworfen werden darf, werden die anderen Mitspieler gefangen. Derjenige, der gefangen wurde, wird zum neuen Fänger.

Varianten: Das gefangene Kind scheidet aus und bleibt an der Stelle, an der es gefangen wurde, stehen. Anstelle eines Frisbee kann auch ein Ball als Giftspritze verwendet werden, mit dem der Fänger die anderen abwirft.

Paar-Fangen

Zwei Kinder bilden ein Paar und halten sich an einer Hand, sie sind die Fänger. Die übrigen Kinder fahren in einem abgegrenztem Feld durcheinander. Das Fängerpaar muss versuchen, eines der anderen Kinder zu fangen. Das Kind des Fängerpaares, das gefangen hat, wird frei, und das gefangene Kind bildet zusammen mit dem anderen Fänger ein neues Paar.

Ballsammeln

Während der Fahrt mit dem Laufrad gilt es, von einer bestimmten Stelle einen Tennisball aufzuheben, eine kurze Strecke zu fahren und den Ball in einen Korb zu werfen. Bei diesem Spiel sollten mehrere Tennisbälle im Einsatz sein.

Variante: Der Korb wird von einem Kind sozusagen als fahrendes Ziel umhergefahren.

Der magische Hut

Ein Kind trägt einen Hut oder einen Tennisring auf dem Kopf und fährt in dem Spielfeld umher. Die anderen Kinder der Gruppe versuchen, den magischen Hut zu ergreifen, ohne das Kind mit dem Hut festzuhalten. Wer den magischen Hut erobert hat, darf sich diesen aufsetzen und nimmt damit auch die entsprechende Rolle ein.

Pipo sagt: Feuer

Ein Kind ist Pipo. Pipo darf den anderen Kindern sagen, was sie alle zusammen tun müssen. Pipo ruft zum Beispiel: "Pipo sagt: Erde." Nach vorheriger Abmachung wissen alle Kinder, was sie tun müssen - in dem Fall heißt das, im Kreis herumfahren. Ist der Befehl von Pipo fehlerhaft, indem er die Worte "Pipo sagt: ..." weglässt, ist das eine Finte. Fällt ein Kind darauf rein, muss es ausscheiden. Das Spiel endet entweder, wenn alle Kinder ausgeschieden sind, oder das Spiel beendet wird.

Beispiele für Befehle:

  • "Pipo sagt: Schlange" - in einer Reihe hintereinander fahren.
  • "Pipo sagt: Hochwasser" - Beine hochhalten.
  • "Pipo sagt: Sturm" - anhalten und schnell vom Laufrad steigen.

Schwanzfangen

Alle Kinder stecken sich ein Tuch in ihre Hosentasche, aber nur soweit, dass noch ein langer Schwanz im Fahrtwind flattert. Ein Kind ist der Fänger. Der Fänger hat die Aufgabe, alle Schwänze einzusammeln.

Variante: Die Tücher gibt es in vier verschiedenen Farben: rot, gelb, grün und blau. Sobald der Fänger vier Tücher in verschiedenen Farben gefangen hat, wird ein neues Kind der Fänger.

Rollerstaffel

Zwei Strecken von ungefähr 10-15 Metern werden mit Hilfe von Markierungshütchen abgesteckt. Als Start- und Ziellinien werden zwei Seilchen auf dem Boden ausgelegt, oder man malt sie mit Kreide auf. Alle Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt und stellen sich hintereinander an den Startlinien auf. Jede Gruppe hat nur ein Laufrad.

Auf ein Kommando fährt das erste Kind so schnell wie möglich einmal bis zur Ziellinie und wieder zurück. Danach übergibt es das Laufrad an das zweite Kind. Gewonnen hat die Gruppe, die als erstes mit allen Mitspielern einmal die Strecke abgefahren ist.

Laufradkicken

In einem abgestecktem Spielfeld stehen sich zwei Gruppen von Kindern gegenüber. Jede Gruppe hat ein Tor bzw. eine Linie, über die der Ball rollen muss, damit die gegnerische Mannschaft ein Tor erzielen kann. Der Ball darf nicht in die Hände genommen werden; er darf entweder mit dem Fuß oder dem Vorderrad gekickt werden. Wird der Ball mit dem Vorderrad ins Tor gekickt, bekommt die Mannschaft drei Punkte; ansonsten gibt es für jedes andere gefallene Tor einen Punkt.

5. Phase - Parcours Fahren

Das Parcours fahren ist für die Kinder eine besondere Herausforderung. Beim Parcoursaufbau ist darauf zu achten, dass er auch von allen Kinder zu bewältigen ist. Das Durchfahren des Parcours sollte nicht als Wettkampf durchgeführt werden; vielmehr sollte der Lerneffekt, der bei den einzelnen Übungen gefördert wird, im Vordergrund stehen. Viele Übungen, die die Kinder vorher im Einzelfahren schon erprobt haben, können in den Parcours mit eingebaut werden. Bei der Planung sollte man darauf achten, dass möglichst viele und unterschiedliche Übungen miteinander verknüpft werden. Das fordert die Kinder heraus, und gleichzeitig ist eine Förderung der einzelnen Fähigkeiten möglich. Die Materialien, die für den Parcours verwendet werden, sollten ebenfalls sehr vielseitig sein.

6. Phase - Der Laufradausflug

Zur Übung oder als Abschluss des Laufradtrainings kann ein Ausflug in die nähere Umgebung eine gelungene Abwechslung sein. Die Kinder fahren mit Spaß; sie können so die gelernten Erfahrungen mit dem Laufrad in einer Alltagssituation erproben und erfahren. Für den Ausflug sollten ebenfalls feste Regeln eingeführt werden, die von jedem Kind zu beachten sind:

  • Auf dem Gehweg fahren,
  • auf andere Verkehrsteilnehmer und Fußgänger achten,
  • hintereinander fahren,
  • genügend Abstand zum Vordermann halten, damit im Notfall auch rechtzeitig abgebremst werden kann,
  • vorausschauend fahren.

Der Ausflug sollte nicht zu lange dauern, weil die Kinder sonst ermüden. Eine Strecke von ungefähr 10-20 Minuten reicht aus und ist von allen Kindern zu bewältigen. Große Steigungen und Gefälle sollten wegen des Risikos für Unfälle und Verletzungen vermieden werden. Als Anführer der Gruppe sollte ein besonders geschicktes und zuverlässiges Kind vorweg fahren.

Übungen mit besonderem Schwerpunkt des Gleichgewichts

Bei jeder Übungsstunde standen verschiedene Ziele im Vordergrund, wobei immer auch das Gleichgewicht und die Gesamtkörperkoordination trainiert wurden. Bei folgenden Übungen steht nun das Gleichgewicht ganz besonders im Mittelpunkt:

  • Die Kinder fahren mit ihren Laufrädern, holen Schwung und sollen so lange wie möglich gleiten und die Füße auf dem Trittbrett stehen lassen.
  • In der Halle liegen zwei mittels Seilchen markierte Labyrinthe aus, durch die die Kinder gleiten sollen.
  • Es gibt enge Gassen, mit Seilchen markiert, durch die die Kinder gleiten sollen.
  • Die Kinder fahren zunächst im Stehen. Danach fahren sie durch einen Slalomparcours im Stehen oder fahren einfach Schlangenlinien im Stand.
  • Eine weitere Variante ist, dass sie im Stand fahren und auf ein Zeichen nach hinten schauen. Eine Steigerung hier ist, dass die Kinder dann beim Umschauen einen Gegenstand erkennen und benennen sollen.
  • Die Kinder holen Schwung, gleiten und grätschen ein oder beide Beine.
  • Die Kinder können einhändig fahren. Hierbei sind verschiedene Varianten mit den Armen oder Beinen möglich.

Erfahrungen mit dem Leochrima Laufrad

Insgesamt zeigten sportmotorische Tests, dass die teilnehmenden Kinder der Trainingsgruppe sich in allen Teilbereichen deutlich verbessert haben. Die koordinativen Fähigkeiten wie Gewandtheit, Rhythmus und Propriozeption haben sich gesteigert. Ebenso sind Verbesserungen der Ausdauer zu erkennen, die insbesondere beim seitlichen Hin- und Herspringen und monopedalen Überhüpfen gefordert ist. Zudem zeigen sich auch Steigerungen im Bereich der Beinmuskelkraft und der Sprungkraft, die primär beim monopedalen Überhüpfen gefordert sind.

Generell kann man festhalten, dass das Laufrad die motorischen Fähigkeiten der Kinder fördert. Die Koordination, das Gleichgewicht, die Ausdauer und die Muskelkraft werden verbessert. Zudem fördert das Training soziale Kompetenzen und Selbstkompetenzen. Neben dem motorischen Training müssen die Kinder während des Trainings zu einer Gruppe zusammenwachsen, was das Miteinander fördert.

Studien mit dem Leochrima Zauberroller haben gezeigt, dass das Laufrad ein effektives Gerät zur Bewegungsförderung ist.

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