Kindergartenpädagogik
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Herausgeber: Martin R. Textor

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Aus: klein & groß 2007, 60. Jg., Heft 9, S. 34-36, mit Genehmigung des Oldenbourg Schulbuchverlags, München

Farblichttherapie - und Raumgestaltung

Katrin Kogel und Klaus Werner

 

Ein naturheilkundliches Verfahren für die Gesundheit

Immer häufiger werden - Erwachsene wie auch Kinder - mit körperlichen Erkrankungen konfrontiert - unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten werden in der Praxis zugrunde gelegt. In unserem Zeitalter spielt die körperliche Leistungsfähigkeit eine nicht zu unterschätzende Rolle - immer höhere Anforderungen werden bereits an Kinder in Kindergarten und Grundschule gestellt, immer höhere Anforderungen werden benötigt, um dem Leistungsdruck in Schule und Beruf - auch aufgrund fehlender (Ausbildungs-) Stellen - gerecht zu werden. Nur wer körperlich, geistig und seelisch gesund ist, kann (beruflich) erfolgreich sein.

Wir werden im folgenden Artikel zum einen auf (heilende) Möglichkeiten von Farben und zum anderen auf die Erfolge der Farblichttherapie als naturheilkundliches Verfahren eingehen.

Die Farblichttherapie - ein erster Überblick

Die Farblichtbehandlung ist eine alte Wissenschaft, die schon von Goethe in seiner Farblehre weiter ausgebaut wurde. Auch er beschrieb die heilende Wirkung der Farben. Die Farblichtbehandlung nutzt den besonders wirksamen Bereich des Lichtes im nicht sichtbaren Bereich, was vielen Laien nicht bekannt ist. So wollen wir Ihnen im folgenden Artikel fachgerechte Hintergrundinformationen liefern und Möglichkeiten von Farben - auch für die Arbeit mit Kindern - aufzeigen.

Das (leider) übliche Verfahren?

Bisher war es üblich, den Menschen mit optisch sichtbaren Farben zu behandeln, d.h. man bestrahlt einen Körperteil mit Hilfe einer Lampe. Dieses Farblicht trifft auf die Haut und wird von den Zellen zu zwei Dritteln verworfen. Nur ein Drittel der Informationen wird an die nächst tiefere Schicht/ Zelle weitergegeben. In der nächsten und weiteren passiert das Gleiche. Hierbei filtern die Zellen aus einer Fülle von Informationen, die in dem Farblicht enthalten sind, bestimmte heraus. Das Licht verliert sich nach einer gewissen Schichttiefe; weitergegeben wird nur die Information der Farben.

Beim Herausfiltern der Informationen aus dem farbigen Licht kann es passieren, dass die Zellen die Informationen nicht vollständig erfassen oder aber durch Irritationen in der Zelle falsche bzw. verfälschte Informationen weitergegeben werden.

Die kleinsten Teilchen des Lichtes nennt man Photonen. Sie entstehen überall dort, wo Elektronen eines Atoms ihren energetischen Zustand verändern. Diese Photonen haben die Eigenschaft, sehr große Mengen von Informationen zu speichern und zu transportieren. Die Intensität dieses "Lichtes" liegt weit unter dem, was das menschliche Auge wahrnehmen kann, liegt aber im Bereich der physikalischen Ansprechhöhe der Zelle. Genau vier Photonen werden durch das sogenannte Ardey-Fenster, die Tür zur Zelle, eingelassen, um von der Zelle verwertet werden zu können.

Fazit: Nicht die Masse des Lichtes heilt, sondern nur der unsichtbare Teil kann Heilung verursachen. Hier zeigt sich, dass z.B. die berühmt-berüchtigte Rotlichtlampe nicht unbedingt halten kann, was sie verspricht.

Da jede Farbe eine eigene Schwingung und somit auch Information besitzt und sich so Farben energetisch voneinander unterscheiden, nützen auch "selfmade-Verfahren" nichts, in denen z.B. farbiges Transparentpapier vor eine weiße Lampe geklebt werden. Nach wie vor steht hier die Schwingung "weiß" und wird als solche von der Zelle erkannt.

Die Zusammenarbeit von Photonen und Zellen - oder die Frage: Wann tritt Heilung ein?

Photonen entstehen im Zellkern und geben lebensnotwendige Impulse in der Zelle und an andere Zellen weiter. Sie sitzen auf unseren DNS-Strängen. Gehen Photonen zu Grunde (durch Schädigungen chemischer, thermischer oder physikalischer Art), so kann die Zelle ihre Arbeit nicht mehr korrekt erfüllen. Sie ist erkrankt, wobei das Problem ist: Meist erkrankt nicht nur eine Zelle, sondern ein ganzer Zellverband, welcher sich dann mit entsprechenden Symptomen im Bewusstsein des Menschen darstellt.

Nun kann man eine Diagnose stellen und den Menschen/ Körperteil entsprechend behandeln, sprich mit der entsprechenden Farbe bestrahlen. Sind wir in einem Erregungszustand, wie z.B. einer Entzündung oder in einer Hyperaktivität, so bietet man dem Körper eher Blau, Violett oder Grün an. Ist ein Organsystem geschwächt, schlecht durchblutet oder sogar funktionslos, so behandelt man mit Gelb, Orange oder Rot (Auf die Wirkung einzelner Farben gehen wir später genauer ein).

Was passiert an der Zelle? Die ankommenden Photonen müssen durch den Eingang der Zelle (Ardey-Fenster). Dort wird als erstes geprüft, was ankommt, mit welch einer Intensität und welcher Information. Dann wird geprüft, ob diese Information gerade in dieser Zelle benötigt wird. Wird z.B. die blaue Information in einem Entzündungszustand gebraucht, so werden diese Photonen eingelassen und an entsprechender Stelle eingesetzt. Gesundung und Regeneration treten ein. Kommt allerdings rote Information in einem Entzündungszustand, so wird die Zelle die Information an andere Zellen weitergeben bzw. reflektieren. Man kann also über die o.a. vier Photonen keine Verschlimmerung erreichen, sondern nur Heilung bzw. keinerlei Veränderung.

Die Wirkung der Farben

Viele Menschen haben bestimmte Affinitäten zu verschiedenen Edelsteinen, insbesondere in Kombination mit ihrer Farbe. So kann man sehr gut diagnostizieren, welche Farben von einem Menschen unbewusst bevorzugt behandelt werden oder welche Farben er am liebsten im Bereich Kleidung trägt - ein sehr schönes Beispiel für die geistige, seelische und körperliche Befindlichkeit des Menschen. Die Tatsache, dass trauernde Menschen Schwarz tragen (sollen), wirkt somit nicht förderlich auf seinen emotionalen Zustand, eher das Gegenteil ist der Fall.

Gezielt und durchaus bewusst werden die Möglichkeiten der Farblichttherapie heutzutage in der Architektur und im Bauwesen eingesetzt. Darüber hinaus arbeiten Krankenhäuser nicht umsonst mit den Farben Blau bzw. Grün, z.B. bei Operationen, um den - in der Regel aufgeregten Patienten - zu beruhigen. Ebenso können bzw. werden Arbeitsplätze heutzutage gezielt gestaltet, um den Menschen maximal zu fördern und zu unterstützen.

Gehen wir von dieser Tatsache aus, bieten sich hier phantastische Möglichkeiten für die farbliche Raumgestaltung von Kindertageseinrichtungen oder auch (Grund-) Schulen.

Die konkreten Auswirkungen der Farben - auch auf Kinder

  • Violett: Violett ist seit Alters her die Farbe des Geistes. Sie wirkt dementsprechend auf das Unterbewusstsein, gibt geistige Kraft und bringt Erkenntnisse. Sie stärkt die Inspiration und fördert die Meditationsfähigkeit. Sie stärkt die Milz und das lymphatische System.
  • Blau: Blau ist die Farbe der Ruhe und Unendlichkeit. Sie gilt als kalte und kühlende Farbe und wirkt entspannend, da alle körperlichen Prozesse heruntergefahren werden. Alle hitzigen, entzündlichen Erkrankungen fordern Blau. Zappelige und hyperaktive Kinder sollten unter Blau ihre Schularbeiten bzw. Hausaufgaben erledigen.
  • Grün: Grün bringt Nervenkraft und Entspannung. Auch öffnet sie den Menschen für anstehende Dinge und fördert die Entgiftung. Kinder werden neugierig und offener.
  • Gelb: Gelb ist die Farbe der Sonne. Sie fördert die Verdauung, stärkt die Nerven, regt den Magen an und hat einen aufheiternden Effekt. Zusätzlich wirkt sie anregend auf das Drüsen- und Lymphsystem. Gelb fördert den Lerneifer und die Fassungsgabe und wirkt so günstig auf den Intellekt. Unzufriedene Menschen ändern bei Bestrahlung von Gelb sofort ihre Laune.
  • Orange: Orange ist die Farbe der Heiterkeit und des Frohsinns. Sie ist angezeigt bei Unzufriedenheit, Pessimismus, Psychosen, Trübsinn, Depressionen und Angst (in Kombination mit Blau). Orange fördert weiterhin den Appetit und die Aktivität, besonders bei morgendlicher Müdigkeit. Auch dient sie dem Ehrgeiz und verbreitet Herzenswärme. Kinder wie auch erwachsene Menschen bekommen Kraft und Freude am Lernen, an der Arbeit.
  • Rot: Rot ist die Farbe des Lebens, der glühenden Sonne und des Feuers. Liebe und Wut, Freude und Zorn identifiziert man mit ihr. Rot ist die Farbe mit dem größten Durchdringungsvermögen. Sie bringt das Blut in Wallung und wird deshalb bei Durchblutungsstörungen eingesetzt. Rot ist die Farbe des Herzens, der Lunge und der Muskeln. Rot macht gesprächig, erregt und heiter, hastig, eifrig und leidenschaftlich. Langsame und träge Kinder sollten unter Rotlicht Schularbeiten und Hausaufgaben erledigen.

Ein Beispiel - der Klassiker "Die Sendung mit der Maus"

Seit über 30 Jahren ist die "Sendung mit der Maus" ein Highlight im deutschen (Kinder-) Fernsehen. Nun könnten Sie vermuten, dass die orange Farbe der Maus ein Zeitphänomen ist - in den 1970er Jahren war so ziemlich alles orange gefärbt: vom Telefon über das Fahrrad bis hin zum Auto. Doch die Macher haben gezielt auf die Wirkung der Farben gesetzt und dementsprechend ihre zentralen Charaktere geformt. Die Maus in Orange, der Elefant in Blau, der Vogel in Gelb. Hier wirken Frohsinn, Ruhe und Anregung gleichermaßen; alle drei Figuren haben ihre - medial durchaus bewusst gesteuerte - Legitimation.

Sicherlich lassen sich hier Vermutungen zum entsprechenden Erfolg anstellen, sind doch mittlerweile die meisten TV-Sender am Klientel "Kind" interessiert und produzieren zahlreiche weitere Sendungen (Auf eine Bewertung von "Bernd, das Brot", "Teletubbies" oder "Sponge Bob" soll hier nicht näher eingegangen werden).

Behandlungsmöglichkeiten - ein allgemeiner Überblick

Es gibt in der Licht- bzw. Farbtherapie unendlich viele Möglichkeiten. Man kann Farben auf Akupunkturpunkte applizieren. Der Körper verfügt über 365 Körperakupunkturpunkte, und in der Ohrakupunktur sind es über ca.130 mit entsprechenden Wirkungen. Man kann aber auch über die Fußreflexzonen oder Handreflexzonen behandeln. Weitere Applikationen wären das Chakrasystem oder die Organbereiche des Körpers. Auch Edelsteine - als Produkt der Natur - bieten gute Grundlagen, um den Menschen zu heilen.

Neben den genannten natürlichen Verfahren bietet die Farblichttherapie mit Bio-Photonen-Geräten phantastische Heilmöglichkeiten. Bio-physikalisch optimal auf den Zellbedarf des Menschen einstellbar, müssen die erkrankten Zellen erst gar nicht Millionen von Informationen verwerfen, an ihre Zellpartner weitergeben oder prüfen, sondern die Wirkung trifft äußerst zielgenau ein.

Wichtig bei den auf dem Markt angebotenen Geräten oder auch Behandlungen ist es daher, dass dem Körper nur die an der Zelle wirkenden vier Photonen angeboten werden (vgl. Bio-Photonen-Gerät). Der Rest wird herausgefiltert bzw. reflektiert. Daraus resultiert auch die Wirksamkeit der Lichttherapie.

Ein weiteres Kriterium ist die Reaktion der bestrahlten/ behandelten Fläche: Ist sie nach der Bestrahlung gerötet, geschwollen, gereizt oder juckend, so war dies keine adäquate Behandlung, sondern eine Abwehrreaktion des Körpers auf etwas Zellschädigendes, was ihm zugefügt wurde.

Fazit - insbesondere für Kinder

Gehen wir davon aus, dass Farben ihre Wirkung zeigen, sollten wir sie gezielt im Sinne unserer Kinder einsetzen. Warum warten, bis sie frühestens am Arbeitsplatz eines Erwachsenen genutzt werden; warum warten, bis die Zelle bzw. der Zellverbund geschwächt bzw. erkrankt ist?

Hervorragend können Farben die Raumgestaltung unserer Kitas und Schulen im positiven Sinne beeinflussen, was sich auf die pädagogische Arbeit von Erzieher/innen und Lehrer/innen - auch im Sinne von Selbstbildung, den Ergebnissen der PISA-Studie, erzielbaren Lernerfolgen etc. - auswirken dürfte.

In Tageseinrichtungen könnten spezielle Spielbereiche bzw. im besseren Falle Funktionsräume farblich adäquat gestaltet werden: Der Entspannungsraum in Blau, der Bewegungs- oder Kreativraum in Gelb bzw. Orange usw. Auch für einzelne Spielbereiche lassen sich hier sicherlich kompetente Lösungen finden.

Ebenso könnten Klassenräume farblich spezifisch gestaltet werden - je nach Charakter einzelner Kinder. Nicht umsonst lassen sich in der Waldorf-Pädagogik Hinweise auf individuelle Charaktere/ Temperamente sowie die Bedeutung von Farben finden. Insbesondere werden hier Zusammenhänge zwischen Temperament und Farben hergestellt.

Hier möchten wir Sie anregen, über sinnvolle Änderungen in der Raumgestaltung - entsprechend der Wirkung von Farben - nachzudenken. Überlegen Sie im Team, welche Änderungen Sie in Ihrer Kita/ Ihrer Grundschule durch relativ einfache Mittel, mit jedoch ertragreichem Erfolg, einsetzen könnten. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg in der Umsetzung Ihrer Ideen. Die Wirkung wird nicht ausbleiben...

Autor/in

Katrin Kogel, Fachlehrerin für die berufliche Fachrichtung Sozialpädagogik, Deutsch am Alice-Salomon-Berufskolleg, Bochum

Klaus Werner, Heilpraktiker, Praxis für Naturheilverfahren, Heilpraktiker-Ausbildungen und Prüfungsvorbereitung

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Klaus Werner
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