Aktuelle statistische Daten zur Kindertagesbetreuung

 

Wie viele Kinder der verschiedenen Altersgruppen werden in Kindertageseinrichtungen oder durch Tagespflegepersonen betreut? Wie hoch sind die Versorgungsquoten? Wie viele Kinder werden halbtags, wie viele ganztags betreut?

Relevante statistische Daten finden Sie z.B. auf den Websites des Statistischen Bundesamtes, der Statistischen Landesämter und der zuständigen Bundes- bzw. Länderministerien. Dort sind sie aber oft schwer zu finden. Außerdem werden oft viele lange Tabellen präsentiert. Und Sie sind doch nur an einigen wenigen Zahlen interessiert, die irgendwo in dieser Unmenge von Daten versteckt sind!

Deshalb werden auf dieser Seite aktuelle Pressemitteilungen des Statistischen Bundesamtes (und vereinzelt anderer Institutionen) aufgenommen, die einen Überblick über die wichtigsten Daten zur Kindertagesbetreuung bieten. Die Pressemitteilungen wurden zum Teil gekürzt.

 

Zu wenig Zeit für Leitungsaufgaben in Kitas

Mehr Plätze, längere Öffnungszeiten und höhere pädagogische Qualität - die Erwartungen an Kindertageseinrichtungen (Kitas) wachsen bundesweit. Das fordert die Leitungskräfte in allen Kitas. Doch wie viel Arbeitszeit für Leitungsaufgaben überhaupt vorhanden ist, unterscheidet sich im Bundesländervergleich erheblich. In Bremen haben 32 Prozent der Kitas überhaupt keine Zeit für Leitungsaufgaben. In Sachsen-Anhalt mangelt es daran nur bei 2 Prozent der Kitas. Das zeigt eine Sonderauswertung des Ländermonitors Frühkindliche Bildungssysteme der Bertelsmann Stiftung.

Wenig Zeit für Leitungsaufgaben ist nicht nur ein Problem kleiner Kitas: Über 10 Prozent der mittelgroßen Kitas (8 bis 12 pädagogische Fachkräfte) müssen ohne finanzierte Personalressourcen für die Einrichtungsleitung auskommen. Auch hier gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern: In Hessen arbeiten über 21 Prozent der mittelgroßen Kitas ohne vertraglich festgelegte Leitungsressourcen, in Thüringen ist es nur 1 Prozent.

Einerseits sind die Rahmenbedingungen für das Leiten deutscher Kitas von Land zu Land sehr unterschiedlich, andererseits steigen bundesweit die Anforderungen seit Jahren. "Leitungskräfte in Kitas sind verantwortlich für die pädagogische Qualität, aber auch für Personal, Budget und Öffentlichkeitsarbeit. Führung ist nötig und braucht Zeit. Kita-Leitungskräfte haben für Führungsaufgaben zu wenig Zeit", sagt Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung. Wenn Leitungsaufgaben in der Zeit erledigt werden, die für die pädagogische Arbeit mit den Kindern vorgesehen ist, fehlt Zeit für die Betreuung.

Kitas, die über Personalressourcen für Leitungsaufgaben verfügen, sind von Land zu Land sehr unterschiedlich ausgestattet: In etwas mehr als der Hälfte dieser Kitas (54 Prozent) sind die Leitungskräfte auch als pädagogische Fachkraft tätig. In 37 Prozent der Kitas mit Personalressourcen für die Leitung arbeiten die Leitungskräfte ausschließlich in dieser Funktion. In 9 Prozent der Einrichtungen gibt es ein Leitungsteam, mindestens zwei Personen haben also einen Leitungsanteil oder führen ausschließlich.

Im bundesweiten Durchschnitt verfügen Kita-Leitungen über 2 Wochenstunden pro Kita-Beschäftigten für die Aufgaben als Leitungskraft. Diese zeitlichen Ressourcen variieren zwischen den Bundesländern sehr stark: Während den Leitungskräften in Bayern nur 1,3 Wochenstunden pro tätiger Person in der Kita für die Führungsarbeit zur Verfügung stehen, gibt es dafür in Hamburg deutlich mehr Kapazitäten (3,3 Wochenstunden).

Die aktuelle Studie zu Arbeitssituation und Erfahrungen von Kita-Leitungskräften belegt deren hohe Belastungen in allen Bundesländern. Die Aufgaben- und Anforderungsprofile der Leitungen sind oftmals unbestimmt und damit Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten in der einzelnen Kita nicht geklärt. ... Eine weitere Erkenntnis ist, dass Leitungskräfte sich permanent als Verwalterinnen des Mangels erleben. Sie arbeiten im Spannungsfeld zwischen ungenügenden strukturellen Rahmenbedingungen und steigendem Aufgabenspektrum. Aussagen der Kita-Leiterinnen belegen, dass diese Zerrissenheit stärker wirkt, wenn unterstützende Strukturen insbesondere von Kita-Trägern, wie beispielsweise Coaching und klare Stellenprofile, fehlen.

Die Studie zeigt, dass die Kernaufgaben der Kita-Leitungen klarer definiert werden müssen. Auf dieser Basis können die nötigen Zeitkontingente für Führungsaufgaben bestimmt werden, um daraus bundeseinheitliche Standards ableiten zu können. Daraus ergäben sich auch klare Anforderungen für die Aus- und Weiterbildung von Kita-Leitungen.

Grundlage der durchgeführten Sonderauswertung ist die Kinder- und Jugendhilfestatistik der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Stichtag für die Datenerhebung war der 1. März 2015. Die Berechnungen hat der Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut/ Technische Universität Dortmund durchgeführt. Weitere Daten und Fakten zum Thema Kita-Leitung finden Sie als Pressegrafiken im Internet unter www.bertelsmann-stiftung.de. Dort finden Sie auch die Studie "Kita-Leitung als Schlüsselposition. Erfahrungen und Orientierungen von Leitungskräften in Kindertageseinrichtungen" von Prof. Dr. Iris Nentwig-Gesemann, Katharina Nicolai und Luisa Köhler von der Alice Salomon Hochschule Berlin.

Quelle: Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung vom 05.06.2016.

 

Pro-Kopf-Ausgaben für Kindertagesbetreuung: 2006 - 2014

Auf Grundlage der Jugendhilfestatistik, die vom Statistischen Bundesamt zur Verfügung gestellt wird, lassen sich die Ausgaben der öffentlichen Hand für Kindertagesbetreuung pro Kind berechnen (inklusive der investiven Aufwendungen). So ist ein Vergleich der Pro-Kopf-Beträge der einzelnen Bundesländer möglich.

Zwischen 2006 und 2014 stieg die Zahl der in Einrichtungen und Tagespflege betreuten Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren bundesweit von 3.014.757 auf 3.432.633 an. Im gleichen Zeitraum nahmen die Pro-Kopf-Ausgaben der öffentlichen Hand für Kindertagesbetreuung von 3.464 auf 6.668 Euro zu. Dies verdeutlicht die großen Anstrengungen der Länder und Kommunen, mehr Plätze für unter Dreijährige zur Verfügung zu stellen und die Ganztagsbetreuung auszuweiten.

Auch zwischen 2013 und 2014 nahmen die Pro-Kopf-Ausgaben für Kindertagesbetreuung zu, und zwar um 283 Euro (von 6.385 Euro auf 6.668 Euro).

Allerdings sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern bei den Ausgaben pro Kind sehr groß. Für 2014 ergibt sich folgende Reihenfolge der Länder:

  1. Berlin: 9.390 Euro
  2. Rheinland-Pfalz: 8.227 Euro
  3. Saarland: 7.988 Euro
  4. Hamburg: 7.822 Euro
  5. Nordrhein-Westfalen: 7.814 Euro
  6. Hessen: 7.680 Euro
  7. Bremen: 7.669 Euro
  8. Baden-Württemberg: 6.870 Euro
  9. Bayern: 6.773 Euro
  10. Thüringen: 6.178 Euro
  11. Niedersachsen: 6.054 Euro
  12. Schleswig-Holstein: 5.638 Euro
  13. Sachsen-Anhalt: 4.689 Euro
  14. Brandenburg: 4.567 Euro
  15. Sachsen: 4.510 Euro
  16. Mecklenburg-Vorpommern: 3.868 Euro

Sieben Bundesländer gaben mehr als 7.000 Euro pro Kind für Kindertagesbetreuung aus - vier Länder hingegen weniger als 5.000 Euro. Der Spitzenreiter, das Land Berlin, wandte mit 9.390 Euro pro Kopf mehr als doppelt so viel wie Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern auf.

In allen Bundesländern stiegen die Pro-Kopf-Ausgaben für Kindertagesbetreuung zwischen 2006 und 2014 mehr oder minder stark an. Gegenüber 2013 erhöhten sich die Beträge in allen Bundesländern mit Ausnahme von Thüringen (Rückgang um 128 Euro je Kind). Die höchsten Anstiege (in absoluten Zahlen) zwischen 2013 und 2014 verzeichneten Hamburg mit 1.122 Euro, Sachsen-Anhalt mit 570 Euro und Berlin mit 522 Euro pro Kind.

Detaillierte Angaben für die neun Jahre und Erklärungen zur Berechnung der Zahlen können unter www.kindergartenpaedagogik.de/1650a.pdf abgerufen werden.

Der Pro-Kopf-Betrag für Bayern ist etwas zu hoch, da - im Gegensatz zu den anderen Bundesländern - die Personalkostenzuschüsse sowie investive Zuschüsse für Kindertageseinrichtungen freier Träger im Ergebnis enthalten sind. Bei dem Betrag für Nordrhein-Westfalen ist zu beachten, dass bei den Einnahmen der öffentlichen Träger für eigene Einrichtungen der Kindertagesbetreuung die Einnahmen von Einrichtungen in freier Trägerschaft mit enthalten sind, da in Nordrhein-Westfalen Elternbeiträge von den öffentlichen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe mit vereinnahmt werden. Dieser Einnahmeanteil kann nicht separat ausgewiesen werden.

Ansonsten gilt, dass nur die reinen Kosten der Bundesländer und der Kommunen berücksichtigt wurden. Die Gesamtausgaben pro Kind sind somit höher, wenn man auch die Aufwendungen der Eltern (Elternbeiträge) und der freien Träger von Kindertageseinrichtungen (z.B. Kirchengemeinden, Wohlfahrtsverbände, Vereine) einbeziehen würde.

Quelle: Pressemitteilung des Instituts für Pädagogik und Zukunftsforschung vom 05.02.2016

 

Betreuungsquote unter 3-jähriger Kinder in fast allen ostdeutschen Kreisen bei über 50%

In fast allen ostdeutschen Kreisen wurden zum Stichtag 1. März 2015 mehr als 50% aller Kinder unter 3 Jahren in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege betreut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war dies in 68 der insgesamt 77 Landkreise und kreisfreien Städte in den neuen Ländern (einschließlich Berlin) der Fall.

Bei der Zahl der Kinder in Kindertagesbetreuung handelt es sich um tatsächlich zum Stichtag 1. März 2015 betreute Kinder. Nach diesem Stichtag geschaffene oder genehmigte Plätze sind nicht berücksichtigt.

Die bundesweit höchsten Betreuungsquoten für Kinder unter 3 Jahren gab es in Sachsen-Anhalt: An der Spitze lag der Landkreis Börde mit 63,1%, gefolgt vom Landkreis Jerichower Land (62,9%). Die bundesweit geringste Betreuungsquote wies der Landkreis Berchtesgadener Land in Bayern mit 13,0% auf.

Bei den Kindern im Alter von 2 Jahren hatten alle 77 ostdeutschen Kreise eine Betreuungsquote von mindestens 77%. Dieser Wert wurde in Westdeutschland nur von 11 der insgesamt 325 Kreise erreicht. Den höchsten Anteil an 2-jährigen Kindern in Kindertagesbetreuung an allen Kindern in diesem Alter gab es in der Stadt Brandenburg an der Havel (98,8%).

Bei den 1-jährigen Kindern lag in den ostdeutschen Landkreisen und kreisfreien Städten die Betreuungsquote Anfang März 2015 in fast allen Kreisen (in 76 von 77 Kreisen) bei mindestens 50%, dagegen gab es angeführt von Heidelberg (60,2%) nur fünf westdeutsche Städte mit einer entsprechend hohen Quote. Die bundesweit höchste Quote bei den 1-jährigen Kindern wies die Stadt Frankfurt (Oder) mit 83,9% auf.

Eine geringe Rolle spielte die Betreuung von Kindern unter 1 Jahr. Hier lag die Betreuungsquote in den neuen Ländern bei 4,1% und im früheren Bundesgebiet bei 2,3%.

Diese und weitere Informationen zur Kindertagesbetreuung gehen aus der gemeinsamen Veröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder "Kindertagesbetreuung regional 2015" hervor, die Daten zur Situation der Kindertagesbetreuung in allen 402 Stadt- und Landkreisen in Deutschland zur Verfügung stellt. Die Publikation steht auf den Internetseiten des Statistischen Bundesamtes zum Download bereit. Sie enthält neben den Betreuungsquoten der Kinder unter 3 Jahren Ergebnisse zur Tagesbetreuung der Kinder zwischen 3 bis 5 Jahren. Weiter werden Daten zur Ganztagsbetreuung von Kindern bis 5 Jahren dargestellt. Außerdem gibt es Informationen zu Kindern in Kindertagesbetreuung, die einen Migrationshintergrund haben, bei denen also mindestens ein Elternteil aus dem Ausland stammt. Grundlage für die Quotenberechnungen sind Daten der Bevölkerungsfortschreibung zum 31.12.2014 auf Basis des Zensus 2011.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 034 des Statistischen Bundesamtes vom 02.02.2016

 

32,9% der unter 3-Jährigen am 1. März 2015 in Kinder­tages­betreuung

Die Zahl der Kinder unter 3 Jahren in Kindertagesbetreuung ist zum 1. März 2015 gegenüber dem Vorjahr um rund 32.600 auf insgesamt gut 693.300 Kinder gestiegen. Der Anstieg fiel damit weniger stark aus als in den Vorjahren (2014: + 64.500). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand der Ergebnisse zur Statistik der Kindertagesbetreuung weiter mitteilt, lag die Betreuungsquote am Stichtag bundesweit bei 32,9% (2014: 32,3%).

Die Betreuungsquote betrug im März 2015 in den westdeutschen Bundesländern durchschnittlich 28,2%. In Ostdeutschland (einschließlich Berlin) lag sie bei 51,9%. Von den westdeutschen Flächenländern hatten Schleswig-Holstein mit 31,4% und Rheinland-Pfalz mit 30,6% die höchsten Betreuungsquoten, die niedrigste hatte Nordrhein-Westfalen (25,8%). In Sachsen-Anhalt gab es bundesweit die höchste Betreuungsquote (57,9%).

Bei der Betreuungsquote handelt es sich um den Anteil der in Kindertageseinrichtungen oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege tatsächlich betreuten unter 3-Jährigen an allen Kindern dieser Altersgruppe. Die Quoten können sich noch geringfügig ändern, da endgültige Bevölkerungszahlen erst zu einem späteren Zeitpunkt vorliegen.

In den einzelnen Altersjahren der unter 3-Jährigen sind die Betreuungsquoten sehr unterschiedlich. Mit bundesweit 2,6% hatte die Kindertagesbetreuung bei Kindern unter 1 Jahr eine vergleichsweise geringe Bedeutung. Dagegen haben die Eltern von 35,8% der 1-Jährigen ein Angebot der Kindertagesbetreuung in Anspruch genommen; bei den 2-Jährigen waren es 61,3%. Seit dem 1. August 2013 gibt es für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen bundesweiten Rechtsanspruch auf einen öffentlich geförderten Betreuungsplatz.

Anfang März 2015 gab es bundesweit 54.536 Kindertageseinrichtungen. Das waren 1.121 Einrichtungen mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (+ 2,1%). Die Zahl der dort als pädagogisches Personal oder als Leitungs- und Verwaltungspersonal beschäftigten Personen stieg um 5,2% auf 555.000. Gleichzeitig nahm die Zahl der Tagesmütter und -väter um 753 auf gut 44.107 ab (– 1,7%).

Kinder unter 3 Jahren in Kindertageseinrichtungen und in öffentlich geförderter Kindertagespflege 1 am 1. März 2015 nach Bundesländern
Land Betreute
Kinder
unter
3 Jahren
Vorläufige Betreuungsquote 2
Insgesamt
in %
im Alter von … bis unter …
Jahren
0 - 1 1 - 2 2 - 3
in % in % in %
1 Die Ergebnisse zur Tagespflege beinhalten nur die Kinder, die nicht zusätzlich eine Kindertageseinrichtung besuchen (das heißt ohne Doppelzählung).
2 Anteil der betreuten Kinder an allen Kindern in dieser Altersgruppe. Die bei der Quotenberechnung verwendeten Bevölkerungszahlen beruhen auf vorläufigen Ergebnissen der Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2011 zum 31.12.2014.
Baden-Württemberg 78 729 27,8 2,6 28,1 53,5
Bayern 92 668 27,5 2,5 29,6 51,2
Berlin 48 885 45,9 2,9 56,4 81,7
Brandenburg 33 407 56,8 4,8 75,5 89,7
Bremen 4 698 27,1 1,6 29,8 52,1
Hamburg 23 057 43,3 3,1 52,5 78,6
Hessen 47 713 29,7 3,0 32,5 54,3
Mecklenburg-Vorpommern 21 719 56,0 5,0 74,6 87,9
Niedersachsen 55 318 28,3 1,9 30,1 53,7
Nordrhein-Westfalen 117 428 25,8 1,7 22,6 54,0
Rheinland-Pfalz 30 286 30,6 1,7 20,3 70,8
Saarland 6 011 28,3 3,7 31,6 50,4
Sachsen 54 059 50,6 3,3 65,0 84,3
Sachsen-Anhalt 29 843 57,9 7,7 76,7 89,3
Schleswig-Holstein 21 575 31,4 2,7 35,4 55,9
Thüringen 27 947 52,3 3,1 63,3 91,2
Deutschland 693 343 32,9 2,6 35,8 61,3
Früheres Bundesgebiet 477 483 28,2 2,3 28,3 55,1
Neue Länder (einschließlich Berlin) 215 860 51,9 4,1 66,4 86,3

Quelle: Pressemitteilung Nr. 368 des Statistischen Bundesamtes vom 01.10.2015

 

Trotz positivem Trend: zu wenig Personal in Kitas

Jahrelang stand in Deutschlands Kindertageseinrichtungen der quantitative Ausbau der Betreuungsplätze im Vordergrund, jetzt wird auch stärker in Qualität investiert. Dem aktuellen "Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme" zufolge haben sich innerhalb der vergangenen zwei Jahre die Betreuungsverhältnisse in fast jedem Bundesland verbessert. Derzeit kommen auf eine vollzeitbeschäftigte Kita-Fachkraft durchschnittlich 4,4 ganztags betreute Krippenkinder oder 9,5 Kindergartenkinder. Zwei Jahre zuvor war eine Erzieherin durchschnittlich noch für 4,8 Krippen- oder 9,8 Kindergartenkinder zuständig.

Während der Anspruch auf einen Kita-Platz per Bundesgesetz geregelt ist, sind die konkreten Rahmenbedingungen Ländersache. Das führt zu erheblichen Unterschieden in der Betreuungsqualität. Die besten Personalschlüssel haben inzwischen die Kitas in Baden-Württemberg. 3,1 Krippenkinder und 7,7 Kindergartenkinder kommen hier auf eine Erzieherin. Das ist der bundesweit günstigste Wert und bedeutet eine deutliche Verbesserung gegenüber 2012, als die Personalschlüssel 1 zu 3,5 und 1 zu 8,6 betrugen.

Baden-Württemberg hat damit fast die Empfehlungen der Bertelsmann Stiftung für ein kindgerechtes Betreuungsverhältnis erreicht. Demzufolge sollte eine Erzieherin für höchstens drei unter Dreijährige oder 7,5 Kinder ab drei Jahren zuständig sein. Das tatsächliche Betreuungsverhältnis im Kita-Alltag fällt ohnehin ungünstiger aus als der Personalschlüssel, weil Erzieherinnen mindestens ein Viertel ihrer Zeit für Team- und Elterngespräche, Dokumentation und Fortbildung aufwenden.

In Qualität investiert haben auch Hamburg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, deren Personalschlüssel erkennbar günstiger ausfallen als zwei Jahre zuvor. Während Rheinland-Pfalz damit im Mittelfeld der westlichen Bundesländer bleibt, ist Hamburg bei den U3-Kindern (1 zu 5,1) nach wie vor Schlusslicht im Westen. Auch in Sachsen-Anhalt (1 zu 6,4) steht die Aufholjagd noch am Anfang. Ungünstiger ist das Betreuungsverhältnis nur in Sachsen (1 zu 6,5). "Die Personalschlüssel sind längst noch nicht überall kindgerecht und pädagogisch sinnvoll, aber der Trend ist positiv", sagte Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung.

In den östlichen Bundesländern (1 zu 6,1) müssen sich Erzieherinnen generell um deutlich mehr U3-Kinder kümmern als im Westen (1 zu 3,6). Die Personalschlüssel für die Kindergartengruppen sind in den westlichen Bundesländern im Durchschnitt ebenfalls besser (West 1 zu 8,9; Ost 1 zu 12,4). Dafür ist der Anteil der Kinder unter drei Jahren in Kitas in den östlichen (46,6 Prozent) erheblich höher als in den westlichen Bundesländern (22,7 Prozent).

Ungünstige Personalschlüssel wirken sich nicht nur für die Kinder negativ aus, sondern erhöhen auch die Belastung der Kita-Fachkräfte. Das haben kürzlich Wissenschaftlerinnen der Alice Salomon Hochschule Berlin nachgewiesen. Folge sind hohe gesundheitliche Risiken für diese Berufsgruppe. Die Bertelsmann Stiftung hat deshalb in ihrem diesjährigen "Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme" die strukturellen Arbeitsbedingungen analysiert.

Einer der Befunde lautet: In kaum einem Bundesland ist derzeit klar geregelt, wie viel Arbeitszeit für Aufgaben neben der eigentlichen pädagogischen Arbeit mit den Kindern reserviert ist. Team- und Elterngespräche, Dokumentation und Fortbildung machen in der Praxis mindestens ein Viertel der Aufgaben einer Erzieherin aus. Während Vollzeitkräfte hierfür in der Regel ausreichend Zeit einplanen können, geraten die Teilzeitkräfte unter Druck. Immerhin 41 Prozent des Kita-Personals arbeitet weniger als 32 Stunden wöchentlich. Deren Arbeitszeit wird in den Kitas häufig komplett für die eigentliche Kinderbetreuung eingeplant, trotzdem warten die anderen Aufgaben auf Erledigung.

Für eine Branche, die über hohen Fachkräftemangel klagt, ist zudem der Anteil befristeter Arbeitsverhältnisse erstaunlich hoch. Obwohl unbefristete Arbeitsverhältnisse gemeinhin die Bindung an einen Arbeitgeber stärken, haben 41 Prozent der ausgebildeten Fachkräfte unter 25 Jahren ein befristetes Arbeitsverhältnis. Auch unter den Inklusionsfachkräften ist jede Dritte nur mit einem Zeitvertrag ausgestattet. Lediglich die Kita- und Gruppenleitungen werden als Stammpersonal fast durchgängig unbefristet beschäftigt.

"Angesichts der konstant hohen Unterschiede zwischen den Bundesländern werden bundeseinheitliche Qualitätsstandards für Kindertagesbetreuung immer drängender", sagte Dräger. Dort könnten neben Fachkraft-Kind-Relationen auch Zeitbudgets für Aufgaben wie Vor- und Nachbereitung der pädagogischen Arbeit sowie Standards für berufsbegleitende Beratung der pädagogischen Fachkräfte festgelegt werden. ...

Quelle: Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung vom 24.08.2015

 

Zahl der Kinder unter 3 Jahren in Kindertagesbetreuung auf 694.500 gestiegen

Zum 1. März 2015 wurden 694.500 Kinder unter 3 Jahren in einer Kindertageseinrichtung oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege betreut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren dies 31.800 Kinder beziehungsweise 4,8% mehr als im Vorjahr, nachdem es zwischen dem 1. März 2013 und dem 1. März 2014 einen Anstieg von 10,6% (+64.000 Kinder) gegeben hatte. Seit dem 1. August 2013 gibt es für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen bundesweiten Rechtsanspruch auf einen öffentlich geförderten Betreuungsplatz.

Bei den hier veröffentlichten Daten wird die Inanspruchnahme der Kindertagesbetreuung gemessen. Dabei werden nur tatsächlich betreute Kinder berücksichtigt.

Die Entwicklung der Anzahl der betreuten Kinder fiel im Ländervergleich unterschiedlich aus. In Nordrhein-Westfalen (+12,2%), Schleswig-Holstein (+6,7%) und dem Saarland (+6,6%) waren die Zuwachsraten gegenüber dem Vorjahr am höchsten. Die niedrigsten Steigerungen gab es in Sachsen-Anhalt (+0,6%), Mecklenburg-Vorpommern (+0,7%) und Brandenburg (+0,8%). Dabei ist zu beachten, dass in den ostdeutschen Flächenländern bereits hohe Betreuungszahlen erreicht worden waren. Die Steigerungen fielen dort dementsprechend nur noch gering aus.

Die Mehrzahl der Eltern von Kindern unter 3 Jahren nutzten die Tagesbetreuung in Einrichtungen (85,4%). Mit einem Anteil von bundesweit 14,6% spielte die Kindertagespflege bei einer Tagespflegemutter oder einem -vater nach wie vor eine deutlich geringere Rolle.

Im März 2015 gab es bundesweit 54.422 Einrichtungen sowie 44.098 Tagespflegemütter und -väter. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Kindertageseinrichtungen (+1,9%) geringfügig an, während die Zahl der Kindertagespflegepersonen um 1,7% abnahm.

Kindertageseinrichtungen, Tagespflegepersonen und Kinder unter 3 Jahren
in Kindertagesbetreuung am 1. März 2015 nach Ländern: Vorläufige Eckzahlen
Land Einrich-
tungen
Tages-
pflege-
personen
Kinder unter 3 Jahren in Kindertagesbetreuung
Insge-
samt
Verän-
derung
gegenüber
dem Vorjahr
in %
Davon
in Kinder-
tageseinrich-
tungen
in öffentlich
geförderter
Kinder-
tagespflege2

Baden-Württemberg1

8 709

6 762

79 185

3,1

68 918

10 267

Bayern

9 167

3 203

92 740

4,4

85 621

7 119

Berlin

2 355

1 658

48 895

4,0

44 534

4 361

Brandenburg

1 842

1 158

33 426

0,8

29 475

3 951

Bremen

435

316

4 712

5,9

3 865

847

Hamburg1

1 044

1 051

23 277

5,8

21 109

2 168

Hessen

4 193

2 970

47 932

6,0

40 559

7 373

Mecklenburg-Vorpommern

1 065

1 327

21 719

0,7

17 431

4 288

Niedersachsen

4 989

6 428

54 607

2,6

42 809

11 798

Nordrhein-Westfalen1

9 900

13 137

117 957

12,2

84 988

32 969

Rheinland-Pfalz

2 495

1 800

30 444

2,0

28 388

2 056

Saarland

482

293

6 032

6,6

5 557

475

Sachsen

2 894

1 718

54 071

3,4

46 868

7 203

Sachsen-Anhalt

1 774

180

29 846

0,6

29 216

630

Schleswig-Holstein1

1 762

1 745

21 739

6,7

16 703

5 036

Thüringen

1 316

352

27 956

1,9

26 856

1 100

Deutschland

54 422

44 098

694 538

4,8

592 897

101 641

Früheres Bundesgebiet

43 176

37 705

478 625

6,0

398 517

80 108

Neue Länder
(einschließlich Berlin)

11 246

6 393

215 913

2,2

194 380

21 533

1 Werte teilweise geschätzt.
2 Die vorläufigen Ergebnisse zur Tagespflege enthalten auch Kinder, die zusätzlich eine Einrichtung für Kindertagesbetreuung besuchen. Im Vorjahr waren dies bundesweit knapp 2 000 Kinder im Alter von unter 3 Jahren.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 259 des Statistischen Bundesamtes vom 14.07.2015

 

Personal im öffentlichen Dienst 2014: Zuwachs bei Kitas und Hochschulen

... Mit einem Plus von 6,4% im Vergleich zum Vorjahr gab es beim Personal an kommunalen Kindertageseinrichtungen den bislang stärksten Zuwachs auf rund 187.300 Beschäftigte (+ 11.200 Personen). Seit Mitte 2008 ist die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich des öffentlichen Dienstes stark gestiegen (+ 37%). An kommunalen Kitas waren fast ausschließlich Frauen beschäftigt (96%). Rund 62% der Beschäftigten übten eine Teilzeittätigkeit aus und 11% hatten einen befristeten Arbeitsvertrag. Der Durchschnittsverdienst eines Vollzeitbeschäftigten im Juni 2014 betrug 2.830 Euro brutto (ohne Sonderzahlungen), bei Teilzeitbeschäftigten waren es im Durchschnitt 1.950 Euro brutto. ...

Quelle: Pressemitteilung Nr. 229 des Statistischen Bundesamtes vom 23.06.2015

 

Betreuungsquote unter 3-jähriger Kinder in Westdeutschland deutlich gestiegen

In den westdeutschen Kreisen und kreisfreien Städten wurden zum Stichtag 1. März 2014 deutlich mehr Kinder unter 3 Jahren in einer Tageseinrichtung oder in öffentlich geförderter Tagespflege betreut als vor dem Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab 1 Jahr zum 1. August 2013. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag die Betreuungsquote in einem Drittel der 325 Kreise und kreisfreien Städte in Westdeutschland bei mindestens 30%. Gegenüber dem Jahr 2013 hat sich die Zahl dieser Kreise nahezu verdoppelt. Dennoch lag die Betreuungsquote in Westdeutschland mit 27,4% (2013: 24,2%) deutlich unter der Betreuungsquote in Ostdeutschland mit 52,0% (2013: 49,8%).

Bei der Zahl der Kinder in Kindertagesbetreuung handelt es sich um tatsächlich zum Stichtag 1. März 2014 betreute Kinder. Nach diesem Stichtag geschaffene oder genehmigte Plätze sind nicht berücksichtigt.

Die bundesweit höchsten Betreuungsquoten für Kinder unter 3 Jahren gab es im brandenburgischen Frankfurt (Oder) mit 63,0%, gefolgt vom Landkreis Elbe-Elster und vom Landkreis Wittenberg (jeweils 62,8%). In Westdeutschland wurden die höchsten Werte bei der Betreuung unter 3-Jähriger in der baden-württembergischen Universitätsstadt Heidelberg (46,9%), der Stadt Hamburg (43,0%) und im bayerischen Landkreis Coburg (42,4%) erreicht. Die bundesweit geringste Betreuungsquote wies der Landkreis Berchtesgadener Land in Bayern mit 13,9% auf.

Deutliche regionale Unterschiede gab es auch bei der Untergliederung nach Einzelaltersjahren: Während die Betreuungsquote bei den 1-jährigen Kindern in 75 von 77 ostdeutschen Kreisen und kreisfreien Städten bei mindestens 50% lag, gab es mit Heidelberg (57,7%), Hamburg (51,7%) und Erlangen (50,8%) nur drei westdeutsche Städte mit einer entsprechend hohen Quote. Die bundesweit höchste Quote bei den 1-jährigen Kindern wies der Landkreis Jerichower Land mit 85,3% auf.

Bei den Kindern im Alter von 2 Jahren hatten alle 77 ostdeutschen Kreise und kreisfreien Städte eine Betreuungsquote von mindestens 79%. Dieser Wert wurde in Westdeutschland nur von 9 der insgesamt 325 Kreise und kreisfreien Städte erreicht. Den höchsten Anteil an 2-jährigen Kindern in Kindertagesbetreuung an allen Kindern in diesem Alter gab es im thüringischen Landkreis Hildburghausen (99,2%) und die niedrigste Quote mit 28,4% im bayerischen Kreis Berchtesgadener Land.

Eine geringe Rolle spielte die Betreuung von Kindern unter 1 Jahr. Hier lag die Betreuungsquote in Ostdeutschland (inklusive Berlin) bei 4,3% und in Westdeutschland bei 2,5%.

Diese und weitere Informationen zur Kindertagesbetreuung gehen aus der gemeinsamen Veröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder "Kindertagesbetreuung regional 2014" hervor, die Daten zur Situation der Kindertagesbetreuung in allen 402 Stadt- und Landkreisen in Deutschland zur Verfügung stellt. Darin enthalten sind neben den Betreuungsquoten der Kinder unter 3 Jahren Ergebnisse zur Tagesbetreuung der Kinder zwischen 3 bis 5 Jahren. Weiterhin werden Daten zur Ganztagsbetreuung von Kindern bis 5 Jahren dargestellt. Außerdem gibt es Informationen zu Kindern in Kindertagesbetreuung, die einen Migrationshintergrund haben, bei denen also mindestens ein Elternteil aus dem Ausland stammt.

Grundlage für die Quotenberechnungen sind Daten zum Bevölkerungsstand am 31.12.2013 nach der Bevölkerungsfortschreibung auf Basis der Volkszählung 1987. Für Ostdeutschland war das zentrale Einwohnermelderegister der DDR, Stand: Oktober 1990, die Grundlage der Fortschreibung.

Die Publikation steht auf den Internetseiten des Statistischen Bundesamtes zum Download bereit.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 059 des Statistischen Bundesamtes vom 20.02.2015

 

 

Öffentliche Hand gab 2013 rund 35,5 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe aus

Bund, Länder und Gemeinden haben im Jahr 2013 insgesamt rund 35,5 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die Ausgaben damit gegenüber 2012 um 10,2% gestiegen. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von etwa 2,7 Milliarden Euro - unter anderem aus Gebühren und Teilnahmebeiträgen - wendete die öffentliche Hand netto rund 32,8 Milliarden Euro auf. Gegenüber 2012 entsprach das einer Steigerung um 10,2%.

Der größte Teil der Bruttoausgaben (65%) entfiel mit rund 23,0 Milliarden Euro auf die Kindertagesbetreuung, das waren 13,0% mehr als 2012. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro wurden netto 21,4 Milliarden Euro für Kindertagesbetreuung ausgegeben. Das waren 13,2% mehr als im Vorjahr. ...

Quelle: Pressemitteilung Nr. 026 des Statistischen Bundesamtes vom 23.01.2015

 

Eine Frage der Qualität: Kitas haben oft zu wenig Personal

Es fehlt an Erzieherinnen: Der Personalmangel in der Kinderbetreuung ist nicht nur die größte Hürde, wenn es ab August gilt, den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einzulösen. Zugleich stehen die Kindertageseinrichtungen vor großen Herausforderungen, für alle Altersgruppen eine gute Qualität der frühkindlichen Bildung zu gewährleisten. Dies gilt vor allem für die ostdeutschen Bundesländer, wo die Kitas personell erheblich schlechter ausgestattet sind als im Westen. Das geht aus dem diesjährigen "Länderreport Frühkindliche Bildungssysteme" hervor, den die Bertelsmann Stiftung heute veröffentlicht. Stichtag für die Datenerhebung war der 1. März 2012.

Im bundesweiten Durchschnitt beträgt demnach der Personalschlüssel in Krippen 1:4,5. In den ostdeutschen Krippen jedoch betreut eine Vollzeitkraft rechnerisch sechs Ganztagskinder. Nach dem von der Bertelsmann Stiftung empfohlenen Personalschlüssel (1:3) sollte eine Erzieherin nur für halb so viele Kinder verantwortlich sein. Das einzige Land, das diese Empfehlung nahezu erfüllt, ist Bremen, wo eine Vollzeitkraft für 3,1 ganztags betreute Kinder verantwortlich ist. Die schlechteste Betreuungsrelation finden Eltern für ihre unter dreijährigen Kinder in Sachsen-Anhalt (1:6,5). "Der Westen hat nicht genug Krippenplätze, im Osten muss hauptsächlich mehr in Qualität investiert werden", sagte Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung.

Die Bildungschancen der unter Dreijährigen verschlechtern sich derzeit deutlich, wenn sie statt einer Krippe eine andere Gruppenform besuchen, in der auch ältere Kinder betreut werden. Dazu zählen Gruppen für Kinder unter vier Jahren, altersübergreifende Gruppen (bis zum Schuleintritt) und für Zweijährige geöffnete Kindergartengruppen - das sind Gruppen für Kinder ab drei Jahren, die auch Zweijährige besuchen. Im Osten besucht fast jedes fünfte Kita-Kind unter drei Jahren (18,9 Prozent) eine Gruppe für Kinder unter vier Jahren mit einem durchschnittlichen Personalschlüssel von 1:7,5. Weitere rund neun Prozent (8,8 Prozent) müssen sich in einer altersübergreifenden Gruppe sogar mit einer Betreuungsrelation von 1:9,5 begnügen.

Ähnliche Abstufungen in der Qualität finden sich in den westdeutschen Bundesländern. Dort ist in den Krippen eine Erzieherin statistisch für 3,7 Kinder verantwortlich. In den altersübergreifenden Gruppen, die gut 15 Prozent der unter Dreijährigen besuchen, betreut eine Erzieherin rechnerisch 5,8 Kinder. Noch ungünstiger ist die Personalausstattung in für Zweijährige geöffneten Kindergartengruppen (1:7,9). In eine solche Gruppe geht im Westen fast jedes fünfte Kita-Kind (18 Prozent) unter drei Jahren.

"Die Personalschlüssel in den altersgemischten Gruppen orientieren sich derzeit an den Bedürfnissen der über Dreijährigen. Wir müssen aufpassen, dass die Jüngsten nicht zu kurz kommen, denn ihre Bildungschancen verschlechtern sich mit unzureichenden Betreuungsrelationen", sagte Dräger. Für die Qualität von frühkindlicher Bildung ist es von entscheidender Bedeutung, wie viele Kinder eine Erzieherin zu betreuen hat. Studien zeigen: Bessere Personalschlüssel ermöglichen mehr bildungsanregende Interaktionen und Aktivitäten für die Kinder. Zudem hat sich gezeigt, dass bei vergleichsweise guten Personalschlüsseln Kinder ihre sprachlich-kognitiven und sozialen Fähigkeiten besser entwickeln.

Für die Gruppe der Kinder zwischen drei Jahren und Schuleintritt ist eine unzureichende Anzahl an Kita-Plätzen kaum noch ein Problem. Bereits heute nehmen 94 Prozent aller Kinder dieser Altersgruppe Kindertagesbetreuung in Anspruch. Die Personalschlüssel liegen jedoch auch bei den über Dreijährigen im Bundesdurchschnitt (1:9,1) deutlich über der Empfehlung der Bertelsmann Stiftung von 1:7,5. Noch ungünstiger ist der Personalschlüssel in den ostdeutschen Kindergartengruppen (1:11,8), wo eine Vollzeitkraft durchschnittlich drei Ganztagskinder mehr betreut als im Westen (1:8,6). Wie bei den unter Dreijährigen ist auch hier Bremen mit einem Personalschlüssel von 1:7,3 bundesweit Spitzenreiter. Schlusslicht ist Mecklenburg-Vorpommern mit 1:13,6.

Weit voraus hingegen ist der Osten dem Westen bei der Ganztagsbetreuung. Gut 72 Prozent aller ostdeutschen Kita-Kinder besuchen mehr als 35 Stunden pro Woche eine Kindertageseinrichtung. In den westdeutschen Bundesländern ist der Anteil der Kita-Kinder, die ganztags in ihre Einrichtung gehen, erheblich niedriger: Von den unter dreijährigen Kita-Kindern gehen im Westen 43,6 Prozent ganztags in ihre Kindertageseinrichtung, bei den über dreijährigen Kita-Kindern beträgt die Quote 34,2 Prozent. Obwohl in der Regel mit dem Alter der Kinder deren zeitlicher Betreuungsbedarf steigt, ist im Westen der Anteil der Kita-Kinder, die ganztags in ihre Einrichtung gehen, in der Altersgruppe unter drei Jahren höher als in der Altersgruppe über drei Jahren. "Auch für ältere Kita-Kinder brauchen wir eine verlässliche ganztägige Betreuung. Der Rechtsanspuch sollte auf eine Ganztagsbetreuung ausgeweitet werden", sagte Dräger.

Quelle: Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung vom 04.07.2013

 

Bedarf an pädagogischen Fachkräften in Kitas steigt weiter - aber: Die meisten Erzieherinnen arbeiten in Teilzeit

Erzieher/innen verzweifelt gesucht: Unter dieser Überschrift wird der Ausbau der Kinderbetreuung ein Jahr vor Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr diskutiert. Ein Ausweg schlummert im Personalstamm der Kitas. Denn 60 Prozent der pädagogischen Fachkräfte in Kitas arbeiten derzeit in Teilzeit - ein sehr hoher Anteil im Vergleich zu anderen Branchen. Mehr Anreize zur Vollzeitbeschäftigung könnten also den Personalmangel erheblich lindern. Das geht aus dem diesjährigen "Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme" hervor, den die Bertelsmann Stiftung heute veröffentlicht.

Der neue Ländermonitor zeigt, dass Kinderbetreuung bereits seit längerem ein Jobmotor ist. In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der pädagogischen Fachkräfte in den Kitas um nahezu 25% gestiegen. Inzwischen arbeiten 440.000 Erzieher/innen in Kindertageseinrichtungen (Stichtag 1. März 2011). Fünf Jahre zuvor waren es 353.000 Fachkräfte. Und der Bedarf an pädagogischem Personal steigt weiter. Dazu trägt vor allem der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz ab dem vollendeten ersten Lebensjahr bei, der am 1. August kommenden Jahres in Kraft tritt. Allein für die bis dahin neu zu schaffenden Kita-Plätze für unter Dreijährige werden 42.000 Fachkräfte benötigt, die Arbeits- und Ausbildungsmarkt nicht vollständig hergeben: Im kommenden Jahr werden bis zu 15.000 Erzieher/innen fehlen. Das hat die Universität Dortmund errechnet.

Der Ländermonitor der Bertelsmann Stiftung führt weitere Faktoren auf, die den Fachkräftemangel verschärfen. So ist in Westdeutschland eine weiter steigende Nachfrage nach Ganztagsbetreuung für Kinder ab drei Jahren zu erwarten, die zusätzliches Personal erfordert. Denn bislang haben die Eltern noch nicht einmal für jedes dritte Kind dieser Altersgruppe (30%), das eine Kita besucht, eine tägliche Betreuungszeit von mehr als sieben Stunden vereinbart. In Ostdeutschland hingegen wird vor allem die notwendige Verbesserung der Personalschlüssel den Wettbewerb der Kitas um qualifizierte Erzieher/innen steigern. Von 2006 auf 2011 verbesserten sich die Personalschlüssel für die Krippengruppen dort zwar von 1:6,7 auf 1:5,7. In den westlichen Bundesländern liegt der Personalschlüssel allerdings bei 1:3,8 und damit weitaus günstiger für qualitativ hochwertige Betreuung. Soll sich der schlechte Ost-Personalschlüssel dem West-Niveau annähern, müssen zusätzliche Erzieher/innen eingestellt werden. Im Osten verschärft sich der Personalbedarf für die Kitas zudem mittelfristig durch die Altersstruktur: mehr als 15.000 pädagogisch Tätige (19,4%) sind dort 55 Jahre alt oder älter.

Unverändert hoch ist der Anteil an Teilzeit-Arbeitsplätzen im Kita-Bereich. Während über alle Branchen hinweg in Deutschland etwa jeder dritte Arbeitnehmer in Teilzeit arbeitet, sind es in den Kitas knapp 60% der pädagogischen Fachkräfte. In den östlichen Bundesländern sind von den insgesamt 79.000 Beschäftigten sogar mehr als 75% in Teilzeit tätig. Während im Osten jedoch eine Trendwende zu verzeichnen ist (2006 waren es noch 82%), setzen die Kitas im Westen weiterhin überwiegend auf Teilzeitmodelle. Von den im Westen seit 2006 hinzu gekommenen Stellen ist lediglich jede dritte ein Vollzeit-Arbeitsplatz.

Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung, bewertet den hohen Anteil von Teilzeitbeschäftigten in Kitas kritisch: "Kinder brauchen in ihrer Kita eine feste Bezugsperson. Das ist eine zentrale Frage der Qualität außerfamiliärer Kinderbetreuung." Angesichts steigender Nachfrage nach Ganztagsbetreuung ist dieser Qualitätsanspruch nur einzulösen, wenn mehr pädagogische Fachkräfte in Vollzeit arbeiten. Zugleich ist es eine wirksame Strategie gegen den Fachkräftemangel, wenn möglichst viele Teilzeitbeschäftigte ihre Stundenzahl erhöhen. "Politik und Träger sollten deshalb mehr Anreize für Vollzeitbeschäftigung schaffen", empfiehlt Dräger.

Dass gezielte Förderung von Vollzeitbeschäftigung wirksam sein kann, zeigt das Beispiel Thüringen. Dort hat sich der Anteil der Vollzeitbeschäftigten innerhalb eines Jahres von 28 auf 39% erhöht. Die dortige Landesregierung verpflichtete die Träger von Kindertageseinrichtungen zu prüfen, ob und wie Erzieher/innen ihre Stundenzahl ausweiten können. Inzwischen liegt Thüringen mit seinem Anteil der Vollzeitkräfte zwar im Osten vorn, aber noch erheblich hinter dem bundesweiten Spitzenreiter Nordrhein-Westfalen, wo 56% aller Beschäftigten in Kitas in Vollzeit arbeiten. Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt mit 15%.

Der "Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme" der Bertelsmann Stiftung ist ein Internetportal, das alle wichtigen Daten und Fakten zu Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege bundesweit sowie für jedes einzelne Bundesland aufbereitet. Grundlage sind Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder aus der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik. Die Berechnungen hat der Forschungsverbund DJI/TU Dortmund durchgeführt. Der Ländermonitor stellt die Informationen transparent dar, ermöglicht Ländervergleiche und setzt damit Impulse für eine datengestützte und zielgerichtete Weiterentwicklung bestehender Bildungs- und Betreuungsangebote in Deutschland.

Quelle: Pressemeldung der Bertelsmann Stiftung vom 19.07.2012

 

Betreuer-Kind-Verhältnis 2011 in Kindertageseinrichtungen leicht verbessert

Das zahlenmäßige Verhältnis zwischen pädagogisch tätigen Personen und betreuten Kindern in Kindertageseinrichtungen hat sich in Gruppen mit Kindern im Alter bis 2 Jahre weiter verbessert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war zum Stichtag 1. März 2011 bundesweit in diesen Gruppen eine Betreuerin oder ein Betreuer für 4,7 Kinder verantwortlich. Ein Jahr zuvor lag das Betreuungsverhältnis bei 1 zu 5,0, im März 2007 hatte der Personalschlüssel noch 1 zu 5,7 betragen.

Im bundesweiten Vergleich - ohne Berlin - gab es im März 2011 das günstigste Betreuer-Kind-Verhältnis im Saarland (1 zu 3,2), in Bremen (1 zu 3,3) und in Rheinland-Pfalz (1 zu 3,4). Deutlich höher waren die entsprechenden Personalschlüssel in den ostdeutschen Bundesländern Sachsen (1 zu 6,0), Sachsen-Anhalt (1 zu 6,1) und Brandenburg (1 zu 6,2).

Die mit Abstand günstigste Entwicklung beim Personalschlüssel zwischen 2007 und 2011 gab es in Thüringen. Die Betreuer-Kind-Relation verringerte sich hier in der Gruppe der unter 3-jährigen Kinder von 1 zu 6,2 auf 1 zu 4,9. In Westdeutschland war die größte Veränderung in Baden-Württemberg festzustellen, wo sich der Personalschlüssel im gleichen Zeitraum von 1 zu 4,2 auf 1 zu 3,5 verbesserte.

Auch in Gruppen, in denen neben Kleinkindern im Alter von bis zu bis 2 Jahren ältere Kinder bis 7 Jahre (ohne Schulkinder) betreut werden, hat sich das zahlenmäßige Betreuer-Kind-Verhältnis verbessert. Während es bundesweit im März 2007 noch bei 1 zu 6,1 lag, betrug es vier Jahre später 1 zu 5,1.

Bei Gruppen mit Kindern im Alter von 2 bis 7 Jahren (ohne Schulkinder) lag das Betreuungsverhältnis zum Stichtag 1. März 2011 bundesweit höher, und zwar bei 1 zu 8,4. Im März 2007 versorgte eine pädagogisch tätige Person noch 9,1 Kinder.

Methodischer Hinweis:

Das Betreuer-Kind-Verhältnis, der sogenannte Personalschlüssel, ist eine standardisierte Größe, die das rechnerische Verhältnis von einer ganztags pädagogisch tätigen Person in einer Kindertageseinrichtung zu einem dort ganztags betreuten Kind zum Stichtag 1. März darstellt. Er ist ein wichtiges Kriterium zur Beurteilung der Qualität von Betreuungsangeboten in Kindertageseinrichtungen. Mit dem Personalschlüssel können Grundsatzaussagen über regionale Unterschiede und im Zeitverlauf gemacht werden. In der täglichen Betreuungssituation vor Ort können sich andere Bedingungen ergeben. Dies gilt insbesondere bei Ausfallzeiten des Personals oder in den sogenannten Randzeiten der Betreuung. Berechnet wurde der Personalschlüssel auf Basis der Daten zur Statistik über Kinder und pädagogisch tätige Personen in Kindertageseinrichtungen.

Personalschlüssel in Kindertageseinrichtungen in Gruppen mit Kindern von 0 bis 2 Jahren am 1. März des Jahres nach Ländern
Land 2007 2008 2009 2010 2011
Baden-Württemberg 4,2 4,0 3,8 3,6 3,5
Bayern 4,4 4,2 4,1 4,0 4,0
Berlin1 X X X X X
Brandenburg 6,9 7,1 7,0 7,0 6,2
Bremen 3,3 3,4 3,5 3,2 3,3
Hamburg 5,3 5,0 5,1 5,1 5,1
Hessen 4,2 4,2 4,2 4,0 3,9
Mecklenburg-Vorpommern 5,5 5,5 5,6 5,5 5,2
Niedersachsen 4,7 4,7 4,4 4,3 4,1
Nordrhein-Westfalen 4,2 4,4 3,8 3,6 3,6
Rheinland-Pfalz 3,7 3,6 3,6 3,4 3,4
Saarland 3,5 3,3 3,4 3,4 3,2
Sachsen 6,2 6,1 6,2 6,1 6,0
Sachsen-Anhalt 6,3 6,2 6,2 6,2 6,1
Schleswig-Holstein 4,3 4,0 4,1 3,8 3,7
Thüringen 6,2 6,0 6,0 5,9 4,9
Deutschland 5,7 5,4 5,3 5,0 4,7

1 Ohne Angaben für Berlin, da die Betreuung der Kinder dort fast ausschließlich in Kindertageseinrichtungen ohne feste Gruppenstruktur stattfindet.
X = Tabellenfach gesperrt, weil Aussage nicht sinnvoll

Quelle: Pressemitteilung Nr. 090 des Statistischen Bundesamtes vom 13.03.2012

 

Kinder unter 3 Jahren mit Migrationshintergrund seltener in Kindertagesbetreuung

Kinder unter 3 Jahren mit Migrationshintergrund werden deutlich seltener in einer Kindertageseinrichtung oder durch eine Tagesmutter beziehungsweise einen Tagesvater betreut als Kinder ohne Migrationshintergrund. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag bundesweit die Betreuungsquote der unter 3-jährigen Kinder mit Migrationshintergrund zum Stichtag 1. März 2011 bei lediglich 14%. Bei den gleichaltrigen Kindern ohne Migrationshintergrund war sie mit 30% mehr als doppelt so hoch. Die Betreuungsquote misst den Anteil der Kinder in Kindertagesbetreuung bezogen auf alle Kinder in der jeweiligen Bevölkerung. Bei Kindern unter 3 Jahren lag sie in Deutschland insgesamt bei etwas über 25%.

Einem Kind wird in den Statistiken der Kindertagesbetreuung dann ein Migrationshintergrund zugeschrieben, wenn mindestens ein Elternteil ausländischer Herkunft ist, das heißt Mutter und/oder Vater aus dem Ausland stammen. Die Staatsangehörigkeit der Eltern oder des Kindes spielt dabei keine Rolle.

Im Alter von 3 bis 5 Jahren lag die Betreuungsquote von Kindern mit Migrationshintergrund mit 85% ebenfalls deutlich unter der Quote von Kindern ohne Migrationshintergrund (97%). Die durchschnittliche Betreuungsquote aller Kinder in dieser Altersgruppe lag bei 93%.

Bei einem Vergleich mit den beiden Vorjahren zeigt sich, dass bei den unter 3-Jährigen die Betreuungsquote gestiegen ist, sowohl bei Kindern mit Migrationshintergrund (+ 3 Prozentpunkte) als auch bei Kindern ohne Migrationshintergrund (+ 5 Prozentpunkte). Die Betreuungsquote bei Kindern zwischen 3 und 5 Jahren ist zwischen 2009 und 2011 weitgehend konstant geblieben. ...

Quelle: Pressemitteilung Nr. 039 des Statistischen Bundesamtes vom 02.02.2012