Ideenbörse "Naturwissenschaftliche, technische und Umweltbildung"

 

Auf dem Bau
Wenn in der Nähe der Kita ein Haus gebaut wird, besuchen wir immer wieder die Baustelle. So erleben die Kinder mit, wie ein Gebäude entsteht. Sie interviewen die Leute auf der Baustelle und lernen auf diese Weise Berufe wie Maurer, Architekt, Zimmerer, Ingenieur, Baggerführer usw. kennen. Oft können sie auch deren Werkzeuge/ Maschinen betrachten oder in Aktion erleben. Ferner lernen sie die Bezeichnungen und Funktionen der verwendeten Baumaterialien kennen. Sind wir nur mit einigen wenigen Kindern unterwegs oder haben wir mehrere erwachsene Begleitpersonen dabei, können wir unter Umständen auch die Baustelle besichtigen (die Gefährdung der Kinder sollte natürlich gering sein).
Martin R. Textor

Neue Taschen aus alter Kleidung
Aus alter, getragener Kleidung lassen sich schnell geräumige Umhängetaschen basteln. Schneiden Sie aus Hosen, Hemden, Blusen oder Kleidern mit aufgenähten Taschen und Knöpfen zwei gleichgroße Stücke. Jüngere Kinder können die Seiten mit Alleskleber zusammensetzen, ältere Kinder können sich mit Nadel und Faden im Nähen ausprobieren. Ein Tragegurt wird aus 1 Meter Schleifenband an die Seiten geknotet. Aus runden Stoffkreisen und einem Gummiband können kleine Beutel für Münzen und Schätze als Tascheninhalt entstehen. Die Kinder werden auf diese Weise angeleitet, gebrauchte Gegenstände nicht in den Müll zu werfen, sondern noch einmal zu verwenden. Eine kostenfreie Kindergartenkleidertauschbörse für Eltern und Kinder oder ein Besuch in einer Sammelstellung für Kleidung können hier weitere Erfahrungen im Sinne des Umweltschutzes bieten.
Susanne Freiheit-Bednarczyk, Städt. Tageseinrichtung für Kinder Kinderplanet, Recklinghausen

Handwerksbetriebe besuchen
Bei Schustern, Schreinern, Automechanikern, Bäckern usw. gibt es viele Werkzeuge und Maschinen zu betrachten. Die Handwerker können sie den Kindern erklären und ihre Benutzung demonstrieren. Das eine oder andere Gerät kann vielleicht sogar von den Kindern selbst ausprobiert werden. Auch können sie den Entstehungsprozess von Produkten wie z.B. einem Brot oder einem Schrank verfolgen. Später können in der Kita manche Tätigkeiten nachgespielt bzw. - wenn es beispielsweise einen Werkraum gibt - nachgeahmt werden.
Martin R. Textor

Projekt "Naturwissenschaften in der Tageseinrichtung Lange Wanne"
Bei der Vorbereitung im Team wurde uns klar, dass die belebte Natur (Biologie) vielseitiger und selbstverständlicher im Alltag aufgegriffen wird als die unbelebte Natur (Physik, Chemie etc.). Dies wollten wir unbedingt ändern und setzten uns intensiv mit Experimenten für das Kindergartenalter auseinander. Die Eltern luden wir zur Mitarbeit ein. Sie begleiteten die Kinder bei verschiedenen Experimenten oder führten nach Absprache mit uns Versuche mit den Kindern selbstständig durch. Wir bereiteten beispielsweise unser Projekt "Farben und Licht" nach verschiedenen Schwierigkeitsgraden vor. Nach jedem Abschluss eines Schwierigkeitsgrades fand ein Farbenfest unter der Mitwirkung von Eltern statt. Unser Ziel war, das Gelernte auf diese Weise nochmals bei den Kindern zu vertiefen. Für unsere Vorschulkinder organisierten wir einen Besuch im Labor einer Gesamtschule. Das Besondere daran war, dass die Schüler der Chemie AG mit unseren Kindern Experimente durchführten und somit ihr bereits erworbenes Wissen anwenden bzw. umsetzen konnten. Von diesem "Unterricht" schwärmten unsere Kinder sehr lang. Den Abschluss unseres Projekts bildete unser Familienfest, wo Eltern, Geschwisterkinder und Kindergartenkinder als kleine und große Forscher Erfahrungen sammeln konnten.
Lisa Kummerfeldt, Städt. Tageseinrichtung Lange Wanne 36, 45665 Recklinghausen

Übernahme einer "Patenschaft" für ein "Stück Natur"
Unsere Kindergruppe übernimmt Verantwortung für ein kleines Waldstück, eine Hecke oder einen (ungefährlichen) Bach. Die Kinder sammeln regelmäßig den dort anfallenden Müll ein, beseitigen die Spuren von Traktoren und Autos, hängen (selbst oder zusammen mit Eltern gebastelte) Nistkästen auf, füttern im Winter die Vögel - und machen so eine Menge Naturbeobachtungen und -erfahrungen...
Martin R. Textor

Energie sparen
Wir gehen mit den Kindern der Frage nach: Wieso ist es im Winter so schön warm in unseren Räumen? Wir schauen uns die Heizung an, die Heizungsrohre im Keller und die Heizkörper. Woher kommt die Energie? Was kostet das Gas oder Öl? Wie können wir Energie sparen? Von nun an werden die Heizkörper abgedreht, wenn wir die Räume lüften! Auch gibt es im Winter keine stundenlang schräg gestellten Fenster mehr...
Martin R. Textor

Gestalten mit Naturmaterialien
Bei einem Herbstspaziergang sammelten die Kinder allerlei Naturmaterialien (Äste, Kastanien, Eicheln, Tannenzapfen, Bucheckern, Blätter, Moos...). Im Kindergarten legten wir dann alles zum Trocknen in unsere Naturecke. Am nächsten Tag bekamen die älteren Kinder die Aufgabe, mit einigen Bastfäden die kleinen Äste zu Rahmen zu verknoten. Größe und Form konnten beliebig sein. Für die meisten Kinder war es feinmotorisch eine große Herausforderung! Danach wurde ein Stück Bindedraht kreuz und quer über den Rahmen gewickelt, sodass in dem Rahmen ein Drahtgeflecht entstand. Nun konnten auch die jüngeren Kinder mitarbeiten. Die gesammelten Naturschätze wurden betrachtet (Größe, Form, Farbe), benannt, die Beschaffenheit ertastet und gefühlt und dann ganz individuell im Drahtgeflecht angeordnet. Es entstanden richtige Kunstwerke. Die Kinder hatten große Freude am Tun und waren stolz auf ihr Ergebnis.
Brigitte Sandkühler, Städt. TEK Johannes-Werners-Str. 60, 45665 Recklinghausen

Gemüse, Salat und Blumen ziehen
Wir legen Beete (gemeinsam mit den Eltern) an. Die Kinder harken die Beete und pflanzen bestellte, in Gärtnereien oder auf dem Wochenmarkt gekaufte und geschenkte Pflanzen. Sie säen Samen in Reihen aus. Manche Blumen, Gemüse- und Salatpflanzen müssen vorgezogen werden, was z.B. auf der Fensterbank im Gruppenraum oder im Frühbeet von Eltern oder Nachbarn geschehen kann. In den folgenden Monaten verfolgen unsere Kinder mit großem Interesse das Aufgehen der Saat und das Wachstum der Pflanzen, entdecken Insekten und vielleicht auch andere Tiere wie z.B. Mäuse. Sie reißen sich darum, die Gewächse gießen zu dürfen. Auch muss Unkraut identifiziert und gejätet werden. Unsere Kinder lernen die Namen der Nutz- und Unkrautpflanzen sowie die Bezeichnungen ihrer Bestandteile. Sie stellen fest, dass alle Pflanzen Wurzeln, Blätter und Früchte haben. Alle erfreuen sich im Sommer an der Blütenpracht. Bald können auch Salat, Gemüse und Kartoffeln geerntet, zubereitet und verzehrt werden. Das Erntedankfest gewinnt neue Bedeutung und kann in einem Kita-Gottesdienst besonders gefeiert werden - mit selbst gezogenem Gemüse vor dem Altar.
Martin R. Textor

Kristallzucht
Seit Jahrhunderten üben Kristalle eine große Faszination auf den Menschen aus. Es werden ihnen sogar geheimnisvolle Kräfte zugeschrieben. Das wahre Geheimnis der eindrucksvollen kristallinen Gebilde ist jedoch ein anderes: Wie entstehen diese glitzernden Körper, die in mannigfaltigen Farben und Formen leuchten und funkeln?
Wer mit einer kleinen Gruppe arbeiten kann, kann schon mit Vorschulkindern Kristalle selber züchten - auf jeden Fall aber mit Hortkindern. In kurzer Zeit entstehen bizarre kristalline Gebilde wie aus dem Nichts: strahlend helle, prismenartige Quader, violette Oktaeder oder blau leuchtende Rhomben. Dazu wird der Kasten "Kristall-Zucht" von Kosmos benötigt. Er kostet EUR 7,99 (direkt bestellen durch Anklicken).
Die ideale Gruppenstärke: 2 - 6 Kinder. Je 1 Kind (im Wechsel) agiert gemeinsam mit der Erzieherin, die anderen schauen aus sicherem Abstand zu. Von Kosmos ist die Altersempfehlung 10+, weil man davon ausgeht, dass die Kinder die Versuche alleine durchführen, jedoch unter Aufsicht von Erwachsenen.
Wichtig ist, die Schutzvorschriften genau zu beachten, und auch die Erzieherin sollte eine Schutzbrille tragen. Richten Sie sich genau nach der Anleitung, lesen Sie vor dem Versuch die Anleitung gründlich durch. Stellen Sie alles benötigte Material in Griffweite. Legen Sie genau vorher fest, bei welchen Aufgaben die Kinder assistieren können und was sie selbst durchführen.
Eine andere Möglichkeit ist es, dass Sie den Versuch alleine vorbereiten. Die Kinder sind nur Zuschauer und beobachten anschließend die Kristallbildung von Versuch 3 oder 4.
Die Beobachtung zieht sich über einige Wochen hin. Es entsteht die für Alaun typische Kristallform, ein Oktaeder.
Es ist ein sehr schönes und faszinierendes Angebot für die Kinder; wichtig ist nur, alle Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten.
Bärbel Merthan

Obstbäume, Beerensträucher bzw. Spalierobst pflanzen
Insbesondere in verstädterten Regionen ist es wichtig, dass Kinder die ganze Abfolge von der Blüte bis zur Ernte bewusst erleben. Zudem können wir das Obst mit den Kindern auf ganz unterschiedliche Weise verarbeiten: zu Saft, Marmelade und Gelee, als Bestandteil von Kuchen und Torten, als Einmach- oder Dörrobst. Die Kinder können Obst bzw. die Produkte daraus auch an die Eltern verkaufen. Durch das Pflanzen von Spalierobst (nimmt wenig Platz weg) erhalten wir eine in Vergessenheit geratene bäuerliche Tradition.
Martin R. Textor

Umweltsünden aufzeigen
Bei Ausflügen machen wir die Kinder auf Waldschäden aufmerksam und sprechen mit ihnen über deren Ursachen. Auch können wir einen Spaziergang unter das Motto stellen: "Welche Umweltsünden bemerkt ihr?" Auf diese Weise kann Betroffenheit erreicht und Interesse am Umweltschutz geweckt werden.
Martin R. Textor

Ein Biotop anlegen
Falls unsere Einrichtung mit einem großen Außengelände "gesegnet" ist, können wir dort zusammen mit den Kindern (und Eltern!) ein kleines Biotop schaffen: ein Stück Wiese, wo das Gras nur noch zweimal im Jahr gemäht wird, ein flacher Teich, ein Steingarten oder eine Trockenmauer. Später wird dann beobachtet, welche Pflanzen, Blumen und Insekten sich in dem Biotop ansiedeln...
Martin R. Textor

Einen Komposthaufen anlegen
Wenn in unserer Kita viele Garten- und Küchenabfälle anfallen, lohnt es sich, einen Komposthaufen einzurichten. So bitten wir Väter, den benötigten Kasten aus Brettern zu zimmern. Mit den Kindern sprechen wir darüber, wieso es sinnvoll ist, biologischen Abfall zu recyceln. Von Zeit zu Zeit schauen wir mit Kindern nach, wie weit der Zerfallprozess schon fortgeschritten ist. Mit etwas Glück finden wir Regenwürmer und Engerlinge im Kompost. Wie unterscheidet sich die gewonnene Komposterde von der anderen Erde in unserem Außengelände?
Martin R. Textor

"Wir sind die Wald- und Wiesenapotheke"
Alle Kinder der Igelgruppe aus dem Kindergarten Loderhof in Sulzbach-Rosenberg führen zurzeit das Projekt "Wir sind die Wald- und Wiesenapotheke" durch. Die Vorbereitungen für dieses Projekt laufen seit Mai, also seit zwei Monaten.
Wir haben verschiedene Kräuter wie Spitzwegerich, Holunderblüte und Brennnessel gesammelt, Kapuzinerkresse und Salbei angesät, Schnittlauch und Rosmarin gepflanzt und alles regelmäßig gegossen. Manche Kräuter haben wir getrocknet und mit ihnen Duftsäckchen und Tees hergestellt. Andere haben wir in Öl oder Essig eingelegt.
Besonders gut hat den Kindern der selbst gemachte Holundersirup geschmeckt. Vom Blüten Abschneiden, Waschen und Einkochen bis zum Einfüllen des fertigen Sirups haben viele fleißige "Igelkinder" geholfen. Vermutlich hat es uns deshalb so gut gefallen, weil wir wirklich mit allen Sinnen gearbeitet haben. Wir haben die Kräuter gerochen, mit den Händen gepflückt, gesehen und geschmeckt. Beim Pflücken vom Baum war manchmal auch das Gleichgewicht gefragt.
Sogar aus Brennnesseln ließ sich etwas Leckeres backen: Das Rezept für die Brennnessel-Blätterteigtaschen gibt es jetzt nachzulesen in unserem Kräuterrezeptbuch, welches zu einem kleinen Preis im Kindergarten erworben werden kann. Unsere Essige, Öle und Tees verkaufen wir wie in einer echten Apotheke.
Angeregt wurde unsere Wald- und Wiesenapotheke durch das Projekt des Umweltministeriums "Bayern Tour Natur", an dem alle Gruppen unseres Kindergartens mit verschiedenen Projekten teilnahmen. Und nun freuen sich alle "Igelkinder" auf Besucher und Kunden der neuen "Wald- und Wiesenapotheke" in der Turnhalle unseres Kindergartens!
Britta Schmalz, Erzieherin im Evang. Kindergarten Loderhof in Sulzbach-Rosenberg

Keimversuche
Wir säen verschiedene Arten von Samen (Kresse, Sonnenblumen usw.) aus, pflanzen Zwiebeln, Gladiolen und Kartoffeln. Wie keimen die Samen? Wie unterscheiden sich z.B. die Triebe von Zwiebeln und Kartoffeln?
Martin R. Textor

Bedeutung des Lichts
Wir legen über eine Zwiebel einen kleinen flachen Stein. Keimt die Zwiebel jetzt nicht oder kommt der Trieb woanders zum Vorschein? Wir stellen einen Blumentopf mit einer Kartoffel (gießen!) in die eine Ecke eines geschlossenen Schuhkartons und schneiden in die Seite der gegenüber liegenden Ecke ein Loch von ca. 5 cm Durchmesser. Was passiert mit dem Keim?
Martin R. Textor

Wasser bedingt Leben
Wir füllen ein Glas bis oben hin mit getrockneten Erbsen. Dann gießen wir bis zum Rand Wasser hinzu. Was passiert in den nächsten Stunden? Was geschieht, wenn wir Körner aussäen und einige feucht halten und die anderen trocken?
Martin R. Textor

Pflanzen mit Sprengkraft
In einer Schüssel rührten die Kinder Gips so an, wie es die Gebrauchsanweisung vorschrieb. Dieser sollte zähflüssig sein, sich aber noch gut gießen lassen. Dann rührten wir eine Handvoll Erbsen und Bohnen unter und füllten das Gemisch in ein großes Haus aus Keramik.
Nun stellten wir unser "Experiment" auf das Fensterbrett und brauchten ein wenig Geduld. Nach einem Tag bereits stellten wir Veränderungen an unserem Haus fest: Die Wände bekamen Risse, und schließlich sprengten die keimenden Samen sogar das ganze Haus. Nun sahen die Kinder, welche Kraft in keimenden Bohnen und Erbsen steckt. Auch nachdem die Keimlinge das Haus gesprengt hatten, waren sie noch in der Lage, sich weiterzuentwickeln und auch weiter zu wachsen.
Die Kinder zeigten bei diesem Experiment sehr viel Interesse und staunten nicht schlecht, als sie das kaputte Haus auf dem Fensterbrett sahen. Sie sind neugierig, was wohl als nächstes Experiment durchgeführt werden wird...
Claudia Holzner ist stellv. Kindergartenleiterin im Städt. Kindergarten Parsberg.

Luft
Wir stecken eine Papierserviette so in ein Glas, das sie nicht herausfallen kann. Wieso wird sie nicht naß, wenn wir das Glas mit der Öffnung nach unten in ein Wasserbecken drücken? Wir stecken einen Luftballon in eine Flasche und spannen das Mundstück über die Flaschenöffnung. Wetten, dass die Kinder ihn so nicht aufblasen können? (Gegendruck der in der Flasche eingeschlossenen Luft). Wir ziehen einen kleinen Luftballon über die Öffnung einer leeren Flasche. Dann stellen wir diese in einen Topf mit ein wenig kaltem Wasser (sodass die Flasche sicher im Topf steht). Was passiert mit dem Luftballon, wenn wir das Wasser erwärmen? (Luft dehnt sich aus).
Martin R. Textor

Verbrennung braucht Luft
Wir zünden zwei Kerzen an. Über die eine stülpen wir ein Wasserglas. Sie geht kurze Zeit später aus. Weshalb?
Martin R. Textor

"Schwimmübungen"
Wir legen einen Eiswürfel in ein Glas und füllen dieses genau bis zum Rand mit Wasser. Wieso schwimmt das Eisstück und ragt sogar ein Stückchen über die Wasseroberfläche hinaus? Läuft das Glas über, wenn das Eis schmilzt? Welche kleinen Gegenstände aus dem Raum schwimmen auf Wasser, welche gehen unter? Hat das nur etwas mit dem Gewicht zu tun oder auch mit der Form? Wir lassen eine Büroklammer ins Wasser gleiten; sie geht unter. Nun legen wir eine kleine Büroklammer auf ein Stück Löschpapier und legen dieses vorsichtig auf das Wasser. Das Löschpapier sinkt kurze Zeit später, aber die Büroklammer schwimmt auf dem Wasser. Wieso? (Oberflächenspannung - deshalb können z.B. Insekten wie der Wasserläufer auf dem Wasser rennen).
Martin R. Textor

Hausbau
Wir bitten die Eltern (insbesondere Handwerker oder solche, die gerade ein Eigenheim bauen lassen), für eine Ausstellung in der Kindertageseinrichtung Dinge mitzubringen, die für den Hausbau benötigt werden. So sammeln sich bei uns verschiedene Arten von Ziegeln, Hohlblocksteine, Proben von Zement und Sand, Holz, Rohre, Nägel, Schrauben, Schieferplatten und andere Materialien an, aber auch Baupläne und Bücher, in denen verschiedene Hausformen und Arten der Inneneinrichtung abgebildet sind. Wir schauen nach und nach die Gegenstände mit den Kindern an, identifizieren sie und überlegen, wie sie wohl verwendet werden.
Martin R. Textor

Wie bekommen Pflanzen ihre Nahrung?
Wir stellen eine Selleriestaude in mit roter Speisefarbe gefärbtes Wasser. Haben sich nach einigen Stunden die Blätter verfärbt, schneiden wir den Stiel längst und quer durch. Nun können die Kinder sehen, wie Flüssigkeiten - und die darin gelösten Nährstoffe (Dünger!) - in einer Pflanze transportiert werden. Und woher kommt die Energie? Wo speichern Pflanzen wie Sellerie, Kartoffeln, Bohnen, Nussbäume ... "Nahrung"?
Martin R. Textor

Verdunstung und Regen
Über eine kleine Topfpflanze (Erde feucht machen!) stülpen wir ein großes Einmachglas und stellen beides an einen sonnigen Platz. Woher kommt das Wasser an den Glaswänden? Wann beginnt es zu "regnen"?
Martin R. Textor

Wo unser tägliches Brot herkommt
Wir sprechen über verschiedene Brotsorten, probieren sie beim Frühstück, vergleichen Aussehen, Geruch und Geschmack, lernen die Zusammensetzung und den jeweiligen Nährwert kennen. Wir verfolgen den Weg des Korns von der Aussaat über die Ernte bis zum Mahlen, was natürlich Besuche von Getreidefeldern, Bauernhöfen und Mühlen umfassen kann. Oder wir säen Körner verschiedener Getreidesorten in einer Ecke des Gartens aus, verfolgen deren Wachstum und unterschiedliche Entwicklung (entdecken dabei auch, dass ein Weizenhalm endlos lange Wurzeln hat), ernten, dreschen und mahlen die Körner wie "Steinzeitmenschen". Dann besuchen wir einen Bäcker und schauen ihm bei der Arbeit zu. Schließlich backen wir mit den Kindern Brot und beenden das Projekt mit einem kleinen Fest, bei dem das "eigene" Brot verzehrt oder auch den Eltern angeboten wird.
Martin R. Textor

Zeitmessung: Sonnenuhr
Wir nehmen einen Blumentopf und stecken einen langen Stab in dessen Bodenloch. Dann stellen wir den Topf an einen sonnigen Platz. Jede Stunde (Wecker stellen!) gehen wir mit einigen Kindern zu dem Topf und schauen nach dem Schatten. Den Schattenstand markieren wir mit einem Strich und der Uhrzeit. So bekommen wir eine Sonnenuhr. An der Tiefe des Schattens lässt sich aufzeigen, dass mittags die Sonne am höchsten steht.
Martin R. Textor