Ideenbörse "Bewegungserziehung und Psychomotorik"


1-2-3-um
Ein Kind steht mit dem Gesicht zur Wand, andere Kinder stehen weiter entfernt entlang einer Startlinie. So lange das Kind zur Wand schaut und "1, 2, 3" sagt, bewegen sich die anderen in Richtung Wand. Bei "um" dreht sich das Kind schnell herum, und die anderen Kinder müssen unbeweglich stehen. Wer bei einer Bewegung erwischt wird, muss zurück an die Startlinie. Wer zuerst die Wand erreicht, ist Sieger und darf als nächster die Rolle des Sprechers übernehmen.
Variation: Die Reaktionsschnelligkeit wird auf ähnliche Weise gefördert, wenn die Erzieherin ein Instrument spielt und sich die Kinder zur Musik im Raum bewegen. Sobald das Instrument verstummt, müssen die Kinder wie versteinert stehen bleiben. Wer sich noch bewegt, scheidet aus.
Martin R. Textor

Entdecker-Höhlen
Besorgen Sie sich aus dem Gartengroßmarkt günstige Erdbeernetze in den größten Größen. Die schwarzen oder grünen Netze können im Garten an Bäumen, Zäunen und Sträuchern mit Knoten oder Wäscheklammern befestigt werden. Schnell entstehen Höhlen, Gänge und Buden zum Kriechen, Verstecken und Spielen. Gesammelte Stöcke, Gräser und Blumen lassen sich einfach in die Netze zum Verzieren und Schmücken einflechten. Im Haus können die Kinder ihre Hütten an Heizungen, Fenstergriffen, Möbelstücken oder Türklinken befestigen. Vorsichtig sein beim Klettern in den Gruppenräumen!
Evelyn Werner, städt. Tageseinrichtung für Kinder Kinderplanet, Recklinghausen

Ein Bad im Zauberlicht
Bällchen-Bäder laden viele Kinder zur erfreulichen Bewegung und Sinneswahrnehmung ein. Ein besonderes Erlebnis gibt es im Bad mit Zauberlicht: Füllen Sie einen stabilen Karton (z.B. von Möbelstücken) mit gelben Tennisbällen. Dunkeln Sie den Raum gründlich ab und hängen Sie eine Schwarzlichtlampe über den gefüllten Karton. Mit viel Spaß tauchen, turnen und spielen die Kinder in den leuchtenden Bällen. Weiße und neonfarbige Stoffe (ca. 1m lang) können als Variante eingesetzt werden.
Stefanie Neumann, Städt. Tageseinrichtung für Kinder Kinderplanet, Recklinghausen

Sich wie Tiere bewegen
Wir fordern singend die Kinder auf: "Habt ihr schon einen Bären, einen Bären gesehen? Habt ihr gesehen, wie er läuft?" - "Habt ihr schon einen Hasen, einen Hasen gesehen? Habt ihr gesehen, wie er hoppelt?" Die Kinder machen dann die Bewegungen nach ... und wie sich Schlangen schlängeln, Schmetterlinge flattern, Käfer kriechen, Kängurus hüpfen...
Alternative "Dschungelspiel": Kinder schleichen durch den Raum, machen verschiedene Tiere nach, laufen vor Fressfeinden weg...
Martin R. Textor

Hindernisrennen
Im Außengelände oder im Turnraum bauen wir mit den Kindern einen Parcours aus verschiedenen kleineren und größeren Objekten auf. Dann können die Kinder z.B. unter einen großen Stuhl durchkriechen, über einen niedrigen Tisch klettern, auf einer gerade auf den Boden gelegenen Schnur "balancieren", durch einen großen Karton krabbeln, von einem Hocker hüpfen, über ein Buch springen...
Martin R. Textor

Vater-Kind-Turnier
Mit den Kindern denken wir uns Aktivitäten aus, bei denen Vater-Kind-Teams gegeneinander antreten können. Die Kinder laden ihre Väter (oder andere Männer wie den Lebenspartner der Mutter, den Onkel...) zum Turnier an einem Samstagnachmittag ein. Alternative: Wir veranstalten ein Fußballspiel "Väter gegen Kinder". Dabei werden erstere "um der Gerechtigkeit" willen in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt, indem sie z.B. nur im Sitzen spielen dürfen oder je zwei Väter an einem Bein zusammengebunden werden...
Martin R. Textor

PissBall
Mit einem Urinalaufkleber können Buben zum "zielorientierten Pinkeln" bewegt werden: Ein oder mehrere Aufkleber mit einem Fußball werden in das Urinal geklebt. Bei Urinkontakt verschwindet der Ball-Aufdruck und erscheint nach dem Spülen erneut. Die Verwendung des PissBalls reduziert die Häufigkeit des "Daneben-Pinkelns" und erhöht die Häufigkeit des Nachspülens.
Philipp Zimmer, http://www.PissBall.de

Bewegungen spiegeln
Jeweils zwei Kinder stellen sich einander gegenüber. Das eine Kind ist der "Spiegel", der genau wiedergeben muss, was das andere Kind für Körperhaltungen einnimmt, Bewegungen macht, Grimassen zieht...
Martin R. Textor

Bewegungskoordination
Beispielsweise durch das Laufen auf einer Linie oder durch das Tragen eines Stabes mit einem Holzspan darauf lernen die Kinder, ihre Bewegungen zu koordinieren. Solche Übungen geben Sicherheit und können von den Anforderungen her gesteigert werden. So kann z.B. die Geschwindigkeit vergrößert werden.
Ingeborg Becker-Textor

Nichts berühren!
Mit den Kindern stellen wir verschiedene Möbel ganz eng und möglichst verwinkelt nebeneinander. Die Kinder sollen sich nun durch diesen Parcours schlängeln - ohne etwas zu berühren...
Martin R. Textor

Was können wir alles auf dem Kopf balancieren?
Die Kinder platzieren Gegenstände (ohne Verletzungsgefahr, also z.B. Kissen, kleine Körbe) auf dem Kopf und lassen sie los. Können sie verhindern, dass die Objekte herunterfallen? Können sie sich damit fortbewegen (vielleicht sogar laufen!), ohne dass sie sie festhalten müssen?
Martin R. Textor