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Ideenbörse "Emotionale Erziehung"
Auto fahren
Zwei Kinder stellen sich hintereinander. Dem ersten werden die Augen verbunden; es ist das "Auto". Das andere Kind ist der "Fahrer" und lenkt nun sein "Auto" durch den Kita-Raum, ohne dass dieses irgendwo anstößt oder mit einem anderen "Auto" kollidiert. So lernen Kinder, einander zu vertrauen.
Martin R. Textor
"Als ich einmal Angst hatte" - Erzählkreis zur Förderung der Kommunikationsfähigkeit und positiver sozialer Beziehungen
Zwei- bis dreimal in der Woche treffen wir uns in einer kleinen Gruppe (ca. 6 Kinder und eine Erzieherin) für etwa 10 bis 15 Min. in einem ruhigen Raum. Hier setzen wir uns zum Erzählkreis um ein besonderes, dafür vorgesehenes Tuch, dessen Mitte mit einer Kerze, einem schönen Stein o.a. gestaltet sein kann. Der Ablauf folgt nun einem immer gleichen Schema, das den Kindern beim ersten Treffen erläutert wird: Die Erzieherin beginnt und gibt das Thema vor: "Heute reden wir über.......... (z.B. Freude: "Überlegt mal, wie es war, als ihr euch einmal über etwas gefreut habt!"). Dann erzählen die Kinder nacheinander eine von ihnen erlebte Situation; die anderen hören zu. Das Erzählte wird nicht bewertet; ggf. kann die Erzieherin jedoch nachfragen: "Und was hast du dann gemacht?" Anschließend gibt jedes Kind das Erzählte eines anderen Kindes wieder ("S., weißt du noch, worüber sich P. einmal gefreut hat?"). Am Ende fasst die Erzieherin mit wenigen Sätzen zusammen (z.B. "Jeder von euch hat sich schon über etwas gefreut, und dann ging es euch richtig gut!").
Die vorgegebenen Themen richten sich nach Alter, kommunikativen Fähigkeiten und Bedürfnissen der Kinder. Für Kinder im Vorschulalter geeignet sind z.B.: Ärger; Wut; etwas für jemand anderen tun; jemandem helfen; etwas, das jemand gemacht hat, hat mir gut gefallen; was ich gut kann... Der Erzählkreis kann als mehrwöchiges Projekt angelegt sein, aber auch langfristig durchgeführt werden.
Susanne Nowack, Städt. TEK Johannes-Werners-Straße, Recklinghausen-Suderwich
Küsse verschenken
Die Kinder bemalen ihre Lippen mit Fingerfarbe (Farbe ohne chemische Zusatzstoffe) und drücken Küsse auf Papier, Karten oder auf ausgeschnittene Symbole wie Blumen, Herzen und Sterne. Die Erzieherin regt ein Gespräch an: "Welche Kinder küssen gerne? Wer küsst wenn? Wann wird geküsst? Mag jemand manche Menschen nicht küssen? Wie fühlt sich ein Kuss an?" Hierbei soll deutlich angesprochen werden, dass Küsse immer freiwillig sind und ein positives Gefühl hervorrufen sollen und dass es auch erlaubt ist, Küsse abzulehnen. Zum Abschluss entscheiden die Kinder, wem sie ihre Küsse auf Papier verschenken möchten oder ob sie diese heute vielleicht für sich selbst behalten.
Melanie Fehring, Städt. Tageseinrichtung für Kinder Kinderplanet, Recklinghausen
Stimmungen wahrnehmen
Wir sammeln Fotos von verschiedenen Landschaften und Jahreszeiten. Was empfinden unsere Kinder, wenn sie z.B. ein Foto mit einem Palmenstrand oder mit einem dunklen Wald sehen, wenn auf dem Foto ein gerade aufziehendes Gewitter oder ein schneebedecktes Feld abgebildet ist?
Martin R. Textor
Fotohaus: "Mein Zuhause"
Die Kinder bringen an ihrem ersten Kita-Tag ein Babyfoto von sich und einige Fotos von ihren Eltern, Verwandten, Freunden, Haustieren mit. Aus Tonkarton gestalten sie ihr eigenes Haus. Gemeinsam werden die Fotos aufgeklebt und beschriftet. Auf das Dach wird das Babyfoto geklebt und mit Namen und Geburtsdatum des Kindes versehen. Viel Spaß beim Gestalten der Fotohäuser!
Die Fotohäuser hängen im Garderobenbereich unserer Gruppe. Sie sind gerade in der Eingewöhnungsphase ein Stück "Zuhause" - ein Stück von "Sich". Jedes Haus ist ein individuelles, einzigartiges Kunstwerk. Beim Betrachten kommen nicht nur die Kinder miteinander, sondern auch mit uns und ihren Eltern ins Gespräch, und sie denken dann oft an ihre Familie und an vergangene Urlaube und Ereignisse zurück. Und wenn mal andere Personen ein Kind abholen, können uns die Eltern diese schon vorher auf den Fotos zeigen.
Tanja Niermann, Kita Sternschnuppe, Recklinghausen
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