Kindergartenpädagogik
- Online-Handbuch -

Herausgeber: Martin R. Textor

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Rezension

Edith Ostermayer: Emotionalität & soziale Beziehungen. Bildungsjournal Frühe Kindheit. Berlin, Düsseldorf: Cornelsen 2009, 96 Seiten, EUR 14,95 - direkt bestellen durch anklicken

 

Die Bildungspläne der Bundesländer sehen vor, dass Erzieher/innen die ihnen anvertrauten Kinder bei der Entwicklung sozialer und emotionaler Kompetenzen unterstützen sollen. Wie dies in der pädagogischen Praxis durch Projekte geschehen kann, verdeutlicht das Buch von Edith Ostermayer.

Im theoretischen Teil, der circa ein Drittel des Buches umfasst, wird zunächst auf die Bedeutung der emotionalen und sozialen Fähigkeiten verwiesen, die z.B. das Fundament der Bildung sind und die Persönlichkeit stabilisieren. Dann werden unterschiedliche Kompetenzen vorgestellt und psychologisches Hintergrundwissen - insbesondere zur Bindungstheorie - vermittelt. Ferner wird herausgearbeitet, was Kleinkinder für eine gesunde sozial-emotionale Entwicklung benötigen. Schließlich wird die Projektmethode als "gelebter Situationsansatz" präsentiert, wobei u.a. auf Kriterien der Projektarbeit, Dauer und Ablauf von Projekten sowie die Bedeutung der Dokumentation eingegangen wird.

Im Praxisteil werden acht Projekte zur sozialen und emotionalen Bildung vorgestellt, die mit Kindern aus unterschiedlichen Altersgruppen (0-3, 4-6, Vorschüler, 6-10) durchgeführt wurden. Ausführlich werden Ausgangssituation, Ziele, Planung, Durchführung, Dokumentation und Evaluation des jeweiligen Projekts beschrieben und Vernetzungen mit anderen Bildungsbereichen erwähnt. Ferner wird immer wieder auf die Beteiligung der Kinder eingegangen, die den Projektverlauf weitgehend mitbestimmen. Das Buch endet mit Literaturtipps, hilfreichen Adressen und Links.

Das im Din A4-Format erschienene, dreispaltig gedruckte, farbig gelayoutete und mit vielen bunten Fotos versehene "Bildungsjournal" deckt das Thema "Emotionalität & soziale Beziehungen" weitgehend ab und verdeutlicht die große Bedeutung der Projektarbeit. Es kann Erzieher/innen wärmstens empfohlen werden.

Martin R. Textor