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- Online-Handbuch - Herausgeber: Martin R. Textor |
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| Hans H. Reich: Zweisprachige Kinder. Sprachenaneignung und sprachliche Fortschritte im Kindergartenalter. Münster, New York, München, Berlin: Waxmann 2009, 272 Seiten, EUR 34,90 - direkt bestellen durch anklicken
Hier steht ist die Erfassung der Sprachstände der Kinder und ihrer Entwicklung während der Kindergartenzeit im Vordergrund, die in Fragestellungen der Zweisprachigkeitsforschung eingefügt werden. Die Kenntnisse über die Zweisprachigkeit der Zweisprachigen, die von einer grundsätzlichen Gleichwertigkeit der Sprachen für das Kind ausgehen, soll diese Arbeit vermitteln. Sie tut dies in der Erwartung, dass dadurch Barrieren, die sich vor einer am Kind orientierten Sprachenwahrnehmung aufgebaut haben, zum Nutzen der Kinder etwas niedriger gelegt werden können. Die Sprachentwicklungen des Deutschen und der Familiensprachen Türkisch, Russisch, Polnisch und Portugiesisch bei Kindern im Alter von dreieinhalb bis fünfeinhalb Jahren stehen im Zentrum dieser Arbeit. Die Entwicklungen werden durch Sprachaufzeichnungen in unterschiedlichen Kindergartensituationen dokumentiert und anhand individueller Sprachenprofile und tabellarisch zusammengefasster Indikatoren näher analysiert. Auf diese Weise wird sowohl den gruppentypischen wie den individuellen Ausprägungen dieser Verläufe Rechnung getragen. Beschrieben werden Sprachstände und Erscheinungen des Wechselns zwischen den Sprachen. Verfolgt werden der Aufbau der sprachlichen Fähigkeiten in den einzelnen Sprachen, die Wandlungen im Verhältnis der Sprachen zueinander und mögliche Wechselwirkungen zwischen ihnen. Es ist ein wesentliches Anliegen des Autors, Kenntnisse über die Zweisprachigkeit der Zweisprachigen zu vermitteln und dabei von einer grundsätzlichen Gleichwertigkeit der Sprachen für das Kind auszugehen, ohne die Augen vor ungleichmäßigen Entwicklungen zu verschließen. Er tut dies in der Erwartung, dass dadurch Barrieren, die sich vor einer am Kind als Sprecherpersönlichkeit orientierten Wahrnehmung aufgebaut haben, zum Nutzen der Kinder etwas niedriger gelegt werden können. |