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- Online-Handbuch - Herausgeber: Martin R. Textor |
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Zertifikatsabschluss: Fachkraft für den "Situationsorientierten Ansatz" Armin Krenz
Der "Situationsorientierte Ansatz in der elementarpädagogischen Praxis" hat sich seit den 1990er Jahren des letzten Jahrhunderts in vielen Kindertagesstätten Deutschlands (und auch in elementarpädagogischen Einrichtungen in Österreich und Dänemark, in der Schweiz und den Niederlanden) zu einem festen pädagogischen Ansatz etabliert. Er nimmt die aktuellen, individuellen Kindheitsdaten zum Ausgangspunkt der Arbeit auf und leitet sein professionelles Arbeitsverständnis aus aktuellen entwicklungspsychologischen Grundlagen ab. Vergleicht man darüber hinaus die Eckwerte des Ansatzes mit den Bildungsrichtlinien der unterschiedlichen Bundesländer, so erfüllt er inhaltlich den Anspruch, eine werteorientierte, ganzheitliche Entwicklungsunterstützung der Kinder zu garantieren. Ausgangssituation Bisher gab es in Deutschland und den europäischen Nachbarstaaten keine "Zusatzqualifikation zur Fachkraft für den Situationsorientierten Ansatz", weil sich weder aus (berufs-) politischer noch aus anderen Betrachtungsweisen heraus eine Notwendigkeit ergab, eine solche Zusatzqualifikation zu planen und zu installieren. Allerdings entsprach es in den letzten Jahren dem dringenden Wunsch einiger elementarpädagogischer Fachkräfte, eine entsprechende Zusatzqualifikation anzubieten, um einerseits den "Situationsorientierten Ansatz" als qualitätsgeprägtes "Paket" in der Öffentlichkeit noch intensiver als bisher zu verdeutlichen und andererseits um weiterbildungsinteressierten Fachkräften die Möglichkeit zu eröffnen, eine öffentlich beachtenswerte Zusatzqualifikation zu erwerben. Damit wendet sich diese Zusatzqualifikation an alle Personen, die sich der Idee, den inhaltlichen Grundlagen, Idealen und Werten des Situationsorientierten Ansatzes verpflichtet fühlen und den Wunsch haben, ihre Arbeitsweise auch in der Öffentlichkeit durch den Berufszusatz "Fachkraft für den Situationsorientierten Ansatz" transparent zu machen. Zielgruppe Diese Zusatzqualifikation wendet sich an alle Personen, die z.B. folgende Grundausbildung erfolgreich abgeschlossen haben und eine mindestens dreijährige Berufstätigkeit in einem sozialpädagogischen Praxisfeld nachweisen können: Erzieher/innen, sozialpädagogische Assistent/innen, Kinderpfleger/innen, Heilpädagog/innen, Horterzieher/innen, Fachberater/ innen, Sozialpädagog/innen, Fachschullehrer/innen, (psycho-) therapeutische Fachkräfte. Konzeption Seit der Konzeptionierung und Erstveröffentlichung entsprechender Publikationen und Fachaufsätze zum Situationsorientierten Ansatz (ab 1990) wurden gleichzeitig in ganz Deutschland (und einigen europäischen Nachbarländern) entsprechende Seminarveranstaltungen angeboten und durchgeführt. Von Beginn an haben in der Zwischenzeit viele Hunderte von Fachkräften entsprechende Fortbildungen besucht. Die Zusatzqualifikation "Fachkraft für den Situationsorientierten Ansatz" erfolgt im Gegensatz zu anderen Zusatzqualifikationen nicht als eine gesonderte Zusatzqualifikation mit zusätzlichen, umfangreichen Seminarveranstaltungen! Diese Zusatzqualifikation kann (a) durch bisher besuchte Seminare und (b) entsprechende Zusatzleistungen erworben werden! Zu a) Ausgangsvoraussetzung: Die Zusatzqualifikation "Fachkraft für den Situationsorientierten Ansatz" kann von den Bewerber/innen beantragt werden, wenn diese bisher folgende thematischen Schwerpunkte in zurückliegenden Seminaren belegt haben:
Diese 13 Schwerpunkte müssen insgesamt mindestens 250 Seminarstunden umfassen. Dabei können die Seminartitel selbstverständlich auch eine ähnliche Formulierung haben und müssen nicht identisch mit den o.g. Ausschreibungstexten übereinstimmen. Bei einer Zulassungsbeantragung zur Zusatzqualifikation müssen die Teilnahmebescheinigungen in Kopie zugesandt und in einem Übersichtsblatt differenziert aufgelistet werden: Seminardatum, genaues Seminarthema, Ort, Veranstalter, Dozent/in. Bei Seminaren, die nicht von Armin Krenz oder Marlies Wagner durchgeführt wurden, wird im Einzelfall durch den Veranstalter (Sitz: IFAP, Kiel) entschieden, ob diese Seminare als gleichwertig anerkannt werden können oder nicht. Fehlen der Bewerberin/ dem Bewerber geforderte Seminarinhalte in einem sehr geringen Umfang, so wird geprüft, ob diese nach besonderer Absprache nachgeholt oder durch Selbststudium (in Form von Buchbearbeitungen und einer schriftlichen Reflexion) ersetzt werden können. Dieser Beantragung ist ein vollständiger Lebenslauf (mit einem aktuellen Passbild) sowie eine Liste beizulegen, auf der die wichtigsten Fachbücher (Autor, Titel, Verlag) genannt sind, die die Bewerber/innen in den letzten drei Jahren gelesen haben. Soweit die o.g. Seminarschwerpunkte durch Bescheinigungen belegt werden können, ist es für die Bewerber/innen möglich, eine formale Zulassung zur Zusatzqualifikation zu beantragen. Die Entscheidung einer Zulassung liegt ausschließlich beim Veranstalter (IFAP, Kiel). Zu b) Zusatzleistungen: Wurde bzw. wird eine formale Zulassung zur Zusatzqualifikation "Fachkraft für den Situationsorientierten Ansatz" erteilt, so müssen in der Folgezeit in einem Zeitraum von maximal 18 Monaten 3 dreitägige Seminare besucht werden. Die Termine werden den Teilnehmer/innen rechtzeitig mitgeteilt. Gegebenenfalls ist es auch möglich, die Seminare an einem verlängerten Wochenende durchzuführen.
Bei einer erfolgreichen Verteidigung der ersten drei Aufgaben und einem erfolgreich verlaufenden Kolloquiumsgespräch werden anschließend die Zertifikate "Zusatzqualifikation: Fachkraft für den Situationsorientierten Ansatz" verteilt, ausgestellt durch das Institut für angewandte Psychologie und Pädagogik, Kiel (Mitglied der DGQ - Deutschen Gesellschaft für Qualität). Gesamtkosten Die Gesamtkosten (1.000,- EUR) setzen sich für die Teilnehmer/innen aus folgenden Teilkosten (Bearbeitungs-, Seminar- und Prüfungsgebühren) zusammen:
Dazu kommen für die Teilnehmer/innen die Fahrtkosten sowie die Unterkunfts-/ Verpflegungskosten. Das Bewerbungsformular kann unter www.ifap-kiel.de aus dem Internet heruntergeladen werden. Adresse Bewerbungen (mit den vollständigen Unterlagen) sind zu richten an: Dr. phil. Armin Krenz Für Rückfragen sei an dieser Stelle auf die telefonische Sprechzeit hingewiesen: jeweils freitags (außerhalb der Ferien in SH): von 9.30-11.30 Uhr |