Frauen in der Geschichte des Kindergartens: Auguste Wilhelmine Herz

Manfred Berger

 

Auguste Wilhelmine Herz ist für Helmut König (1990, S. 351) eine der "bedeutendsten Schülerinnen Fröbels". Sie nahm an einem der Ausbildungskurse für Kindergärtnerinnen teil, die der Stifter des Kindergartens vom Oktober 1848 bis März 1849 in Dresden durchführte. Friedrich Fröbel und dessen Großnichte Henriette Breymann (1), die ebenfalls zu den Kursteilnehmerinnen gehörte, wohnten während ihres Dresdenaufenthalts zeitweise bei der Familie Herz. Der Vater von Henriette, ein evangelischer Pastor, fürchtete, dass seine Tochter "vom rechten christlichen Weg abkommt", war doch der politisch engagierte Hausherr, Heinrich Wilhelm Herz, "erster Demokrat in Dresden und Naturalist" (Moltmann-Wendel 2003, S. 30). In einem Brief vom 27. Februar 1849 schrieb Henriette Breymann beruhigend und zugleich begeistert an die Mutter: "Ich glaube kaum, daß mein Aufenthalt im Hertzschen (2) Hause mir Schaden bringen könnte. Was Euch zur Beruhigung dienen wird, ist, daß ich seit dem Umgange mit Frau Dr. Hertz (3) ungemein viel an Selbstkenntnis, an innerer Bildung gewonnen habe. Was sie sagt, ist aus ihrem wunderbaren erfahrungsreichen Leben gegriffen und findet im Leben seine Bestätigung... Sie ist ein überreich begabtes Wesen und dabei so praktisch im Leben, daß ich stündlich von ihr lernen kann. Mit dem Herrn habe ich nie wieder über Religion oder Politik gesprochen" (zit. n. Lyschinska 1927, S. 110).

Als viertes und jüngstes Kind des "Academicus und Musiklehrers" Johann Christian Kachler und dessen Ehefrau Johanna Marie, geb. Hoffmann, kam Auguste Wilhelmine am 8. Juni 1824 in Leipzig zur Welt. Eine Schwester starb bereits 10 Jahre vor ihrer Geburt. Als sie neun Jahre alt war, übersiedelte die Familie nach Friedrichstadt bei Dresden. In der sächsischen Residenzstadt besuchte sie von Ostern 1834 bis Ostern 1838 die evangelische Freischule.

Auguste Herz, die unter somnambulen Zuständen litt, erhielt Klavierunterricht von Friedrich Wieck, dem Vater von Clara Schumann (vgl. Ludwig 2000a, S. 97 ff.; Ludwig 2000b, S. 10 ff.). Der Klavierlehrer berichtete über seine Schülerin, dass diese "mehr Neigung und Liebe zur Musik, namentlich zum Klavierspiel und Singen, als Talent [hat; M.B.]. Beides steigerte sich aber in ihrem somnambulen Zustande im Anfang des Jahres 1840 in soweit auszerordentlich, als sie im halbwachen Zustande (meist mit verschlossenen Augen) nicht nur mehrere Stunden des Tages und oft in der Nacht am Klavier zubrachte, gehörte Melodien nachspielte, kleine Lieder sang und sich meist harmonisch richtige Begleitung dazu erfand, sondern auch, als ich ihr (die fast gar keinen musikalischen Unterricht in früher Jugend gehabt) mitunter einige Lektionen im Klavierspiel erteilte, weit mehr Fassungsvermögen, natürliches Geschick und musikalisches Gehör entwickelte, als auszerdem" (zit. n. Riedel 1941, S. 7). Nach einem dreimonatigen Klinikaufenthalt in der magnetischen Heilanstalt von Franz (Ferencz) Graf Szàpàry fand die 17-jährige Heilung von ihrem somnambulen Leiden.

Anfang November 1843 heiratete Auguste Kachler den Philosophen und Privatgelehrten Dr. Heinrich Wilhelm Herz. Aus der Ehe gingen neun Kinder hervor. Das Ehepaar unterstützte den Auf- und Ausbau eines Erziehungsvereins, der 1847 in Dresden gegründet worden war. Zur Vervollkommnung ihrer Ausbildung besuchte Auguste Herz zu Beginn des Jahres 1849 Kindergärten und ähnliche Einrichtungen u.a. in Gotha, Erfurt, Homburg vor der Höhe, Frankfurt/Main und Darmstadt. In einem Brief gab Friedrich Fröbel seiner Schülerin Hinweise, welche Kindergärten und Personen sie doch aufsuchen möchte, dabei hörend, "was man über den eigensinnigen Fr. Fr. [Friedrich Fröbel; M.B] über den Unpraktischen sagt". Ferner bestätigte er der lieben "Frau Doctor Herz", dass sie‚"wirklich zur Erfüllung des hohen Erzieher Berufs durch ein seltenes Zusammentreffen günstiger Verhältnisse und Umstände so hoch begünstigt" sei. Und weiter: "Gott gab Ihnen nicht blos ein geistig weit reichendes inneres, sondern was ich für den, der es recht beachtet und zu seinem Wohl wie zum Wohl und Seegen des Ganzen anwendet gleich hoch achte auch ein so scharfes als weitgehendes und klares äußeres Auge; wie Sie so einen weiten Gesichtskreis klar bis an seine äußersten Enden überschauen, so durchschauen Sie auch dessen Einzelheit bis in ihr Innerstes klar durch" (zit. n. http://www.bbf.dipf.de/editionen/froebel/fb1849-01-30-01.html).

Angeregt und ermutigt durch die gewonnenen Erkenntnisse aus der Studienreise gründete Auguste Herz einen nach der Fröbel'schen Konzeption ausgerichteten Volkskindergarten. Die Einrichtung nahm zunächst nur Kinder unbemittelter Eltern auf. Als jedoch das Gehalt ihres Gatten, der nach der Niederschlagung des Dresdner Maiaufstandes (3. bis 9. Mai 1849) wegen Hochverrats zunächst zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe verurteilt worden war, entfiel, musste sich die vielfache Mutter "ab Ostern 1850 entschließen, nun auch Kinder von bemittelten Eltern in ihren Kindergarten aufzunehmen" (Ludwig 2000b, S. 12), um dadurch "ihren familiären Unterhalt, als auch den ihres Kindergartens abzusichern" (Martin 2000, S. 86).

Neben der Leitung des Kindergartens war sie noch Vorsitzende des "Demokratischen Frauenvereins", bildete ferner junge Frauen und Mädchen in der Fröbel'schen Pädagogik aus und besuchte Kindergärten, um diesen praktische als auch theoretische Anregungen zu vermitteln. Henriette Dahlenkamp, Leiterin eines Kindergartens in Leipzig, schrieb am 26. August 1849 über einen Besuch der Doktorin Herz in ihrer Einrichtung an Friedrich Fröbel: "Die Doktorin Herz besuchte mich vor kurzem, und haben wir in den paar Stunden tüchtig zusammen gearbeitet, was meinem Kindergarten sehr viel Nutzen gebracht hat. Die Frau hat Blicke und Einsichten, bewundernswert" (zit. n. König 1990, S. 130). Zudem hielt Auguste Herz Vorträge zu Erziehungsfragen für "Frauen und Jungfrauen". Ihre Referate erschienen erstmals 1851 in einem Buch mit dem Titel "Hauserziehung und Kindergarten. Vorträge für Frauen und Jungfrauen, welche für die Familie oder den Kindergarten sich zu Erzieherinnen bilden wollen" (4).

Die Fröbelanhängerin Emilie Lecref schrieb am 13. Januar 1850 an den "Meister", Frau Dr. Herz und das Kindergartenwesen in Dresden betreffend: "Hier war die Sache durch die unglücklichen Zeitverhältnisse etwas in den Hintergrund gekommen... Dennoch gedieh der Kindergarten von der Dr. Herz auf das erfreulichste. Das Samenkorn Ihrer Lehren ist bei ihr auf einen sehr fruchtbaren Boden gefallen... Das unglückliche Schicksal ihres Mannes, der noch immer gefangen ist, hat wohl auch dazu beigetragen, sie noch mehr zu reifen und selbständiger zu machen... Ungeachtet ihrer nahe bevorstehenden Entbindung, begann sie im Oktober außer dem Kindergarten auch einen Kursus von Vorträgen über die zweckmäßige Entwicklung der kindlichen Natur nach Ihren Grundsätzen, wobei sie auch die praktische Übung Ihrer Zeichnen- und Baumethode, der Ball- und Bewegungsspiele gab... Man kann von ihr sagen, daß sie die im männlichen Geist entsprungenen Ideen im weiblichen Gemüt ausbildet und modifiziert und mit den eigenen weiblichen Erfahrungen bestätigt und bereichert in die Seelen derer, die sie belehrt, überträgt" (zit. n. König 1990, S. 157 f.).

Trotz aller negativer Äußerungen über den Herz'schen Kindergarten, zeigte das sächsische Königshaus an ihrer Einrichtung, stellvertretend für die Kindergärten in Sachsen (5), ein verhaltenes Interesse, obwohl am Hofe nur "Skrupel über die religiösen Ansichten der Herz" (zit. n. König 1990, S. 176 f.) existierten (6). Frau Dr. Herz wurde aufgefordert, vor allem ihre pädagogisch/ religiösen Ansichten schriftlich darzulegen. Daraufhin übersandte sie ihren Aufsatz "Über die sittliche Bildung der Kinder, deren ersten Religionsunterricht in dem Kindergarten", erschienen in der von Friedrich Fröbel herausgegebenen "Friedrich Fröbels Wochenschrift", an die zuständige Administration.

Die eingereichte Publikation schien wenig bewirkt zu haben, vielleicht ist sie auch nicht an der verantwortlichen Stelle angekommen, denn nach dem Sieg der Reaktion erfuhr Frau Dr. Herz vom Königshaus keine Unterstützung, weder finanzieller noch humaner Art (vgl. Martin 2000, S. 107 ff.). Ihr Kindergarten wurde verboten, wie auch ihre "vor weiblichen Privatkreisen gehaltene Vorträge über Erziehung" (Herz 1851, S. IV.). Man warf der Verfemten vor, dass ihr Kindergarten eine "Pflanzstätte der Demokratie" oder "der freien Gemeinde" und "diesem Grundgedanken entsprechend, durchdrungen von einem unweiblichen politischen oder religiösen Parteigeiste" (Herz 1851, S. V) sei. Diesen Sachverhalt betreffend schrieb der berühmte Schulpädagoge Adolph Diesterweg an Auguste Herz: "Das Schicksal Ihrer Anstalt ist kein unerwartetes, und es seht nicht mehr allein da. Die Regierungen erblicken in den Kindergärten die Begründung des Communismus und Socialismus, und die haben angefangen, dagegen einzuschreiten. Wer kann wissen, wie weit das noch gehen wird!" (zit. n. Riedel 1941, S. 16).

Auch manche von ihr ausgebildeten Kindergärtnerinnen gerieten in Schwierigkeiten, wenn sie einen Kindergarten eröffnen wollten, wie beispielsweise Henriette Döbbel in Magdeburg, die am 3. Juli 1851 von ihrer beabsichtigten Kindergarteneröffnung an Friedrich Fröbel schrieb: "Als der so lang ersehnte Tag kam und die Kinder schon da waren, fand die Polizei es für nötig und besser, mir es zu untersagen, weil man mich fürchtete, da ich im Hause der Frau Herz mich ausgebildet hatte, deren Verhältnisse auch der hiesigen Behörde bekannt gemacht worden waren" (zit. n. König 1990, S. 275).

Enttäuscht kehrte Dr. Herz, die für den Lebensunterhalt ihrer Kinder aufkommen musste, Dresden den Rücken und übersiedelte nach Buschbad bei Meißen. Dort baute sie eine Heilanstalt für geistig behinderte Kinder auf, der pro forma ihr vorzeitig aus dem Zuchthaus entlassene Mann vor stand. In "Die Gartenlaube. Illustrirtes Familienblatt" (7) berichtete sie in einem kurzen Aufsatz über die "Erkennung und Behandlung der ersten Spuren der Geistesschwäche" bei kleinen Kindern (vgl. Herz 1859, S. 206 ff.). Nach privater "heilärztlicher Ausbildung" bei Carl Ernst Bock, Professor für "Pathologische Anatomie" an der Universität Leipzig, legte Auguste Herz 1865 das Examen ab, "das ihr die 'beschränkte Ausübung des ärztlichen Berufes'" (Ludwig 2000b, S. 8) gestattete. Schnell verbreiteten sich ihre ärztlichen Erfolge. Sogar am sächsischen Königshof sowie in vielen anderen Adelshäusern erbat man ihre Hilfe, die ansonsten weniger bemittelten Frauen und vor allem Kindern, die unter einer Wirbelsäulenverkrümmung litten, galt.

Bedingt durch Kriegswirren und Cholera musste 1866 die Heilanstalt in Buschbad geschlossen werden. Daraufhin übersiedelte die Familie Herz in die Residenzstadt Altenburg des Herzogtums Sachsen-Altenburg. Dort war Auguste Herz als anerkannte Fachkraft für Gymnastik und Orthopädie im herzoglichen Frauenstift tätig: "Ihre Fähigkeiten führten der einstigen 'staatsgefährlichen Demokratin' Patienten höchsten Ranges zu. Die herzogliche Familie vertraute ihr eine kleine Prinzessin zur Behandlung an" (Ludwig 2000b, S. 13). Während des Krieges 1870/71 behandelte sie Kriegsversehrte und erhielt dafür den Orden des "Eisernen Kreuzes" verliehen.

Seit der Gründung des "Allgemeinen deutschen Frauenvereins", 1865 in Leipzig, war Auguste Herz Mitglied dieser ersten organisierten Frauenvereinigung Deutschlands. Sie starb am 6. April 1880 im Alter von 55 Jahren in Altenburg.

Verhältnismäßig wenige Jahre wirkte Auguste Herz für Friedrich Fröbel und seine Idee des Kindergartens. Doch mit ihrer in "plaudernd-pathetischer Weise" (Heiland 1972, S. 83) verfassten Schrift "Hauserziehung und Kindergarten", welche ein Beispiel für "die konzeptionelle Verflechtung von familienbezogenen mit schulbezogenen Aufgaben im Fröbelschen Kindergarten" (Franke-Meyer 2010, S. 81) ist, hatte die Fröbelpädagogin seinerzeit durchaus wegweisende Impulse gesetzt, die in jüngster Zeit von Diana Franke-Meyer (2010, S. 81 f.) entdeckt und herausgearbeitet wurden.

Frau Dr. Herz Intention war es, "die Stellung, das Verhältniß des Kindergartens, einerseits zum Aelternhause, und zur spätern Schule andererseits zu erörtern" (Herz 1851, S. 8). Sie betrachtete den Kindergarten als ein notwendiges "Vermittlungsglied zwischen Hause und Schule" (Herz 1851, S. 200). Dabei lehnte sie jeden Elementarunterricht im Kindergarten ab und wies eindringlich darauf hin, "daß Haus und die Familie, nicht alle diejenigen Kräfte und Elemente besitzen, welche für die Erziehung der Kinder im Alter von 3-6 Jahren in Bewegung gesetzt werden müssen, wenn Letztere ohne Nachtheil in späterer Zeit der Fortbildung durch die Schule überlassen werden sollen" (Herz 1851, S. 200).

Demzufolge wäre die Aufgabe des Kindergartens auf die Familie einzuwirken, da er doch eine ersetzende, ergänzende, verbessernde sowie vervollständigende Funktion habe: "Was aber seine eigentliche erzieherische Aufgabe betrifft, so will der Kindergarten die Hauserziehung da, wo sie gut, oder doch nur nicht eben schlecht ist, ergänzen und vervollständigen; wo dieselbe, wegen eigenthümlicher Familien- oder Geschäftsverhältnisse unzulänglich, oder endlich wegen Mangel an Lust und Liebe und wegen häuslicher Zerrüttung und Unsittlichkeit geradezu schlecht ist, will er dieselbe ersetzen und beziehendlich verbessern und damit zugleich auf den sittlichen Zustand des Hauses und der Familie einwirken. Wir sagen, der Kindergarten will eine an sich nicht schlechte Hauserziehung ergänzen und vervollständigen" (Herz 1851, S. 210).

Und konkret bezogen auf die schulbezogenen Aufgaben des Kindergartens führte Frau Dr. Herz näher aus: "Die Fähigkeiten des Geistes so zweckmäßig anzuregen und zu beschäftigen, wie es für den Eintritt des Kindes in den späteren Unterricht wünschenswerth ist, dürfte nicht allen Familienkreisen, wenigsten denen nicht gelingen, die durch ihre bürgerliche Stellung außer Stand gesetzt sind, aller der Erziehungs- und Bildungsmittel sich zu bedienen, welche der Kindergarten für seine Pflegebefohlenen benutzt" (Herz 1851, S. 200 f.). Dabei besteht die schulvorbereitende Aufgabe des Kindergartens nicht in der Vermittlung von Kenntnissen im Rechnen, Schreiben und Lesen, da der Kindergarten "eine auf einer eigenthümlichen Erziehungsmethode beruhende Anstalt" und "der Schule ausdrücklich entgegengesetzt" (Herz 1851, S. 219) ist.

Anknüpfend an die "Spieltheorie" ihres Lehrmeisters hob August Herz die Bedeutung des kindlichen Spiels, als das charakteristische Erziehungs- und Bildungsmittel des Kindergartens hervor: "Das wesentlichste und charakteristische Merkmal der Erziehungsmethode des Kindergartens ist: daß er das Spiel, - der glückliche Schatz der Kinderwelt, mit, an und in welchem das Kind alle seine Kräfte zuerst übt und entfaltet, - zugleich aber ein nützliches und wirksames Erziehungs- und Bildungsmittel in Anwendung bringt" (Herz 1851, S. 232).

Anmerkungen

1) Später Schrader-Breymann, gründete 1874 in Berlin-Schöneberg das "Pestalozzi-Fröbel-Haus", eine noch heute existierende allumfassende Erziehungs- und Bildungsinstitution.

2) Henriette Breymann schrieb in ihren Briefen durchgängig Hertz.

3) Zu dieser Zeit war es noch üblich, dass Ehefrauen mit dem Titel ihres Mannes angesprochen wurden.

4) Fünf Jahre später erschien die zweite Auflage.

5) Die Institution Kindergarten war zu Lebzeiten Friedrich Fröbels "vor allem in Sachsen sowie im westlichen Teil Preußens verbreitet" (Heiland 1995, S. 13).

6) Nach einem Brief von Henriette Breymann soll die sächsische Königin über die verstärkte Gründung von Kindergärten geäußert haben: "Es fehlte noch, daß der Pöbel gebildet würde, dann könnte man ihn noch viel weniger regieren" (zit. n. Lyschinska 1927, S. 99).

7) Ab 1896 Illustriertes Familienblatt

Literatur

Franke-Meyer, D.: Kleinkindererziehung und Kindergarten im historischen Prozess. Ihre Rolle im Spannungsfeld zwischen Bildungspolitik, Familie und Schule. Bad Heilbrunn 2010

Heiland, H.: Literatur und Trends in der Fröbelforschung. Weinheim 1972

Heiland, H.: Fröbel und der Kindergarten. Tradition und Aktualität einer pädagogischen Institution. In: Friedrich-Fröbel-Museum Bad Blankenburg (Hrsg.): Beiträge zum 155. Gründungsjahr der Institution Kindergarten. Bad Blankenburg 1995

Herz, A.: Über die sittliche Bildung der Kinder, deren ersten Religionsunterricht in dem Kindergarten. In: Friedrich Fröbels Wochenschrift 1850, S. 97 ff.

Herz, A.: Hauserziehung und Kindergarten. Vorträge für Frauen und Jungfrauen, welche für die Familie oder den Kindergarten sich zu Erzieherinnen bilden wollen. Leipzig 1851

Herz, A.: Friedrich Fröbel und sein Kindergarten (Zwei Briefe an eine Mutter). Die Gartenlaube. Illustrirtes Familienblatt 1853, Heft 6, S. 57 ff. u. Heft 8, S. 80 ff.

Herz, A.: Aus der Kinderstube. Die Gartenlaube. Illustrirtes Familienblatt 1855, Heft 37, S. 490 ff.

Herz., A.: Winke für Eltern über die Geistesschwäche kleiner Kinder. Erkennung und Behandlung der ersten Spuren der Geistesschwäche. Die Gartenlaube. Illustrirtes Familienblatt 1859, Heft 14, S. 206 ff.

König, H. (Hrsg.): Mein lieber Herr Fröbel! Briefe von Frauen und Jungfrauen an den Kinder- und Menschenfreund. Berlin 1990

Ludwig, J.: Dresdener Frauen in und nach dem Maiaufstand. In: Jeschke, K./Ulbricht, G.: Dresden, Mai 1849. Tagungsband. Dresden 2000a, S. 92 ff.

Ludwig, J.: Auguste Herz (1824-1880). Fröbelpädagogin, erste ärztlich tätige Frau Sachsens und Mutter von 9 Kindern. In: Louise-Otto-Peters Gesellschaft e.V. (Hrsg.): Leipziger Lerchen. Frauen erinnern, 2. Folge. Leipzig 2000b, S. 8 ff.

Lyschinska, M.J.: Henriette Schrader-Breymann. Ihr Leben aus Briefen und Tagebüchern. Erster Band. Berlin/Leipzig 1927

Martin, L.: Auguste Herz (1824-1880), eine politisch engagierte Frau im Dienste des Kindergartens. Eine sozialhistorische Studie zur Entwicklung des Kindergartens im 19. Jahrhundert in Deutschland. München 2000 (unveröffentl. Diplomarbeit)

Moltmann-Wendel, E.: Macht der Mütterlichkeit. Die Geschichte der Henriette Schrader-Breymann. Berlin 2003

Morgenstern, L.: Die Frauen des 19. Jahrhundert. Biographische und culturhistorische Zeit- und Charactergemälde. Berlin 1891, S. 110 ff.

Riedel, K.: Die Dresdner Kindergärtnerin Auguste Herz geb. Kachler, erste bürgerliche Trägerin des Eisernen Kreuzes mit Rotem Kreuz. Dresden 1941 (maschinenschriftl.)