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- Online-Handbuch - Herausgeber: Martin R. Textor |
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Rezension Karin Schleider, Gisela Wolf: Lern-, Verhaltens- und Entwicklungsstörungen in Praxisbeispielen. Ein Übungsbuch für die Aus- und Weiterbildung von Pädagoginnen und Pädagogen. Freiburg: Lambertus 2009, 191 Seiten, EUR 15,80 - direkt bestellen durch anklicken
Dieses Arbeitsbuch richtet sich an Studierende der Psychologie und Sozialarbeit sowie an Pädagog/innen und Psycholog/innen (insbesondere solche, die sich in der Ausbildung zu Kinder- und Jugendpsychotherapeut/innen befinden). Es kann in der Ausbildung, zum Selbststudium und in Übungsgruppen verwendet werden. Im knapp 40 Seiten umfassenden Theorieteil werden zunächst einige Begriffe wie "Fall" und "Störung" geklärt. Dann wird kurz auf die Einbindung von Kindern und Jugendlichen in sozialen Bezugs- und in professionellen Versorgungssystemen sowie auf die Bedeutung netzwerkbezogener Interventionen eingegangen. Anschließend werden Leitlinien psychotherapeutischer Praxis skizziert, die sich vor allem auf die Beziehung zu Klient/innen, ethische Fragen und die evidenzbasierte Interventionsplanung beziehen. Etwa die Hälfte des Theorieteils ist der Systematik und Konzeption von Falldarstellungen gewidmet und bezieht sich damit stark auf den Praxisteil. Nach einigen grundlegenden Aussagen werden hier das Raster und die Inhalte der nachfolgenden Falldarstellungen erläutert. Im Praxisteil werden sechs Fälle mit Kindern und fünf Fälle mit Jugendlichen dargestellt, die z.B. unter Ein- und Durchschlafstörungen, Enuresis, Lese- und Rechtschreibschwäche, abweichendem Sozialverhalten, Anorexia nervosa oder Ängsten leiden. Jeder Fall wird nach dem gleichen Schema präsentiert: Vorinformationen, zusammengefasste Exploration, Befunde aus psychodiagnostischen Verfahren, Verhaltens- und Bedingungsanalyse, multiaxiale Diagnose, Therapieziele, Prognose, Behandlungsplan, Therapieverlauf, Literatur zum Praxisbeispiel, Übungsaufgaben und Lösungsvorschläge. Fazit: Das Buch führt in die pädagogisch-psychologische Fallarbeit ein. Es eignet sich somit gut für die Aus- und Weiterbildung in therapeutischen Verfahren. Dank der Einzel- und Gruppenübungen, insbesondere der Rollenspiele, kann direkt am jeweiligen Fall "gearbeitet" werden. Martin R. Textor |