Kindergartenpädagogik
- Online-Handbuch -

Herausgeber: Martin R. Textor

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Margarete Blank-Mathieu: Kleiner Unterschied - große Folgen? Geschlechtsbewusste Erziehung in der Kita. München, Basel: Ernst Reinhardt-Verlag, 2., aktual. Auflage 2002, 140 Seiten, EUR 11,90 - direkt bestellen durch anklicken

 

Spätestens mit dem Eintritt in den Kindergarten wissen kleine Mädchen, dass sie Mädchen sind, und Jungen wissen, dass sie eben Jungen sind. Und bis zur Einschulung haben die Kinder gelernt, welches Rollenverständnis mit ihrem Geschlecht verknüpft wird. In dieser Zeit tut sich also etwas in Sachen Geschlechtsidentität. Daher spielt auch der Kindergarten - neben der Familie - bei der kindlichen Entwicklung eine wichtige Rolle.

Erzieherinnen sind gefragt, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Kinder mit ihren unterschiedlichen Vorinformationen ihr individuelles Wissen über die Geschlechter im Kindergarten erweitern können. Das Buch lädt zu Fragen ein:

  • Welche Bilderbücher bieten Sie den Kindern in der Einrichtung an?
  • Bestärken Sie Jungen und Mädchen gleichermaßen, sowohl mit Puppen zu spielen als auch zu werken?
  • Bitten Sie die Mädchen bevorzugt beim Aufräumen um Hilfe?
  • Wie beziehen Sie die Eltern ein?

Margarete Blank-Mathieu bietet eine Fülle von Informationen über die Entwicklung von Kindern, gibt praktische Hinweise für die Arbeit in Kindertagesstätten und zeigt, wie eine geschlechtsoffene und demokratische Erziehung im Kindergarten geleistet werden kann.

Inhalt

  1. Vorerfahrungen bis zum Eintritt in den Kindergarten: Das erste Lebensjahr. Mutter und Vater. Miterzieher Umwelt. Entwicklung der Geschlechtsidentität
  2. Erste Eindrücke der Erzieherin: Das Kind sehen. Dem Kind zuhören. Das Kind bei der Begegnung mit Kindern beobachten. Das Kind im Austausch mit Vater/Mutter erleben
  3. Beobachtungen und Aussagen von Jungen und Mädchen im Kindergarten: Kinderzeichnungen. Wahl des Spielzeugs, des Spielraums. Rollenspiele
  4. Geschlechtsbezogenes Lernen im Kindergarten: Die Erzieherin. Die Gleichaltrigengruppe. Bilderbücher/Geschichten. Reime/Lieder. Rollenspiele. Kleidung. Spielzeug. Medien
  5. Erziehungsziele in Bezug auf geschlechtsspezifisches Lernen: Gleichbehandlung von Jungen und Mädchen. Individuelle Identitätsfindung. Männliche/weibliche Identitätsfindung
  6. Wege zum angestrebten Ziel: Selbstbeobachtung, Fremdbeobachtung, Supervision der Erzieherin. Raumgestaltung. Spielmaterial. Männliche und weibliche Identitätspersonen. Elternarbeit