Zitiervorschlag

Salmonellen - Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Deutsches Grünes Kreuz

 

Salmonellen sind nach dem amerikanischen Bakteriologen Daniel E. Salmon benannte Bakterien. Von den rund 2.000 bekannten Arten sind rund 120 in der Lage, beim Menschen die so genannten Salmonellosen hervorzurufen. Die Symptome sind vielfältig - meist Bauchschmerzen, Durchfall, Fieber und Erbrechen - und können leicht, in den meisten Fällen jedoch sehr heftig ausgeprägt sein. Für Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere, alte oder kranken Menschen sowie für Menschen mit einem eingeschränkten Immunsystem kann eine Salmonelleninfektion unter Umständen sogar höchst gefährlich sein. Allerdings: In einigen Fällen zeigen sich überhaupt keine Krankheitssymptome, obwohl Salmonellen im Darm vorhanden sind und mit dem Stuhl ausgeschieden werden.

Eine Salmonelleninfektion erfolgt fast immer durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln, meist in Verbindung mit mangelnder Hygiene. Von sich reden machen Salmonellosen vor allem, wenn viele Menschen gleichzeitig daran erkranken. Dies geschieht immer wieder in öffentlichen Einrichtungen mit Gemeinschaftsverpflegung wie Kindergärten oder Altenheimen. Natürlich kann eine Salmonelleninfektion aber auch in jedem Privathaushalt auftreten. Ein solcher Fall ist dann zwar weniger spektakulär und gerät selten an die Öffentlichkeit, ist aber nicht minder unangenehm oder gefährlich. Egal, ob öffentlich oder privat: Salmonellosen zählen zu den meldepflichtigen Erkrankungen und müssen vom behandelnden Arzt dem Gesundheitsamt mitgeteilt werden.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung berichtet, dass in Deutschland jedes Jahr etwa 200.000 Erkrankungen durch verdorbene Lebensmittel bekannt werden, fast ein Drittel davon sind Salmonellen-Infektionen. Die tatsächliche Zahl wird jedoch 10 bis 20 Mal höher geschätzt. Dies entspricht einer Zahl von bis zu 4.000.000 Fällen jährlich.

Als Hauptübertragungsquelle für Salmonellen gelten Geflügel, rohes Fleisch, Speiseeis, Eier und daraus hergestellte Speisen wie Mayonnaise, Tiramisu etc. Da man eine Salmonellenkontamination weder am Geruch noch am Aussehen erkennen kann, sind der richtige Umgang mit diesen Lebensmitteln sowie Hygiene der beste Schutz vor einer Infektion. Hier sind die wichtigsten Tipps zusammengefasst:

Was tun, wenn...?

Manchmal hilft alle Vorsicht nichts, und man zieht sich trotzdem eine Salmonelleninfektion zu. Übelkeit, Erbrechen und mitunter heftige Durchfälle, die etwa 12 bis 24 Stunden nach dem Verzehr "kritischer" Lebensmittel einsetzen, sowie gleichzeitige Erkrankung weiterer Personen, die dasselbe gegessen haben, sind ein erster und wichtiger Hinweis darauf. Den Verdacht bestätigen und die Erkrankung angemessen therapieren kann allerdings nur ein Arzt.

Quelle

Sonderpressedienst "Salmonellen" vom August 2005



In: Martin R. Textor/Antje Bostelmann (Hrsg.): Das Kita-Handbuch.

https://www.kindergartenpaedagogik.de/fachartikel/kita-leitung-organisatorisches-teamarbeit/gesundheit-hygiene-unfallpraevention/1322