Zitiervorschlag

Rezension

Reinhard Ehgartner, Linda Wolfsgruber: Sternenbote. Eine Weihnachtsgeschichte. Innsbruck, Wien: Tyrolia Verlag 2019, 32 Seiten, EUR 16,95 – direkt bestellen durch Anklicken

Auf der Rückseite dieses wunderbaren Bilderbuches ist zu lesen: „Wenn dir ein Stern besonders leuchtet, sollst du ihm folgen“. Das Buch braucht einen dunklen Hintergrund, sonst kommt die Geschichte nicht zum Leuchten. Es ist wie mit dem Nachthimmel, der die Sterne in ihrer vollen Schönheit erstrahlen lässt.

Der Text des Theologen und Germanisten Reinhard Ehgartner ist regelrecht verwoben mit den ausdrucksstarken Bildern der Illustratorin und Malerin Linda Wolfsgruber. So entsteht ein ausdrucksvolles Ganzes und führt den Betrachter – gleich ob jung oder alt – ein in die Welt der Sterne. Dabei geht es z.B. um die Beobachtung der Sterne, die Rolle der Sterndeuter und um das Weihnachtsfest mit der Aufforderung, einem ganz besonderen Stern zu folgen. Die Technik der Illustration zwischen Monotypie, Drucken und Zeichnungen ist gepaart mit sanften Farben, die fast mystisch auf den/die Betrachter/in wirken. Man muss innehalten, hineinschlüpfen in die Tiefe der Bilder.

Der Text von Reinhard Ehgartner vermittelt uns viel Wissenswertes über die Gestirne am Himmel, schlägt Brücken in die Lebenswelt der Leser/innen: „Acht Minuten braucht das Licht von der Sonne zur Erde. Acht Minuten brauche ich morgens zum Bus. Manchmal muss ich es in sieben schaffen. Schneller als das Licht.“

Oder eine andere Textstelle: „Draußen kalt, drinnen gemütlich. Papa macht Tee und Mama richtet den Teig für die Weihnachtskekse“. Einstimmung auf die Weihnachtszeit. Die Sterne spendeten auch das Licht für den Stall von Bethlehem. Ganz sachte werden wir in die Details der Weihnachtsgeschichte eingeführt.

Sterne gibt es seit Milliarden von Jahren. Wie wohl alles angefangen hat? Lassen Sie sich als Leser/in verzaubern von den Sternen und begleiten Sie Ihre Kinder bei der Betrachtung der Bilder bis zum Weihnachtsfest. Da zeigen viele kleine Lichter, dass ein großes Licht in die Welt kam.

„Aufbrechen und seinem Stern folgen?“ heißt die Aufforderung an uns Menschen. Und in Gedanken an die Geschichte von den Heiligen Drei Königen sagt ein Kind: „Diesmal frag ich, ob ich den Stern tragen darf!“

Das vorliegende Buch macht Hoffnung und gibt Zuversicht in der Dunkelheit. Vertiefen Sie sich in dieses Buch und profitieren Sie von der Ruhe, die diese so ganz andere Weihnachtsgeschichte ausstrahlt!

Ingeborg Becker-Textor



In: Martin R. Textor/Antje Bostelmann (Hrsg.): Das Kita-Handbuch.

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