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Zitiervorschlag

Spielerisch und kindgerecht Selbstliebe entwickeln

Dietmar Stricker

 

Wer kennt das nicht? Der Nachwuchs rennt, stolpert, und schon ist das Knie aufgeschlagen. Tränen fließen, und die Eltern oder Erzieher versuchen zu trösten. Hilfestellungen in elf bekannten und herausfordernden Situationen im erzieherischen Alltag bietet das “Alles wird gut“-Buch von Autor Dietmar Stricker mit Illustrationen von Ratti J.M. Zernak-Sciuto.

Ziel des kleinen Büchleins ist, dass Kinder mit Reimmethodik und festen Affirmationen unbewusst mehr Selbstvertrauen und Selbstliebe entwickeln können. Besonders leicht fällt das mit gereimten Affirmationen, die sich kleine Kinder gut merken können. Im Fall vom aufgeschlagenen Knie wäre das der Reim: „Ich bin ein Gewinner! Falle ich hin, stehe ich auf wie immer“. Hinter der Idee steckt außerdem ein ausgefeiltes pädagogisches Konzept, das es sich lohnt, genauer anzuschauen.

Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen

„Die Entwicklung menschlicher Bewusstseinszustände findet phasenweise statt“

Der international bekannte Zellbiologe Bruce Lipton[1] hat es bereits in seinem Buch “Spontane Evolution. Unsere positive Zukunft und wie wir sie erreichen” beschrieben: die Entwicklung der Bewusstseinszustände beim Menschen findet phasenweise statt (1). Das “Alles wird gut“-Buch richtet sich an Kinder ab 18 Monaten, die überwiegend im Kleinkinderalter sind. In diesem Zeitraum befindet sich das menschliche Gehirn nach Lipton im Theta-Zustand, der mit 4 bis 8 Hertz[2] gemessen werden kann (ebd.). In diesem Zustand bleibt das Gehirn, bis das Kind etwa 6 Jahre alt ist. Den Theta-Zustand können auch Erwachsene erleben, beispielsweise wenn sie träumen oder meditieren.  

Das Besondere am Theta-Zustand: dieser steht nach wissenschaftlichen Erkenntnissen direkt mit dem Unterbewusstsein in Verbindung. Und genau dort setzt das Konzept von Dietmar Stricker an: „Im Unterbewusstsein legen sich alle Eindrücke, Werte und Denkmuster aus dem Alltag automatisch für das gesamte Leben ab“. Das Fazit des Autors: „Lernen die Kinder in diesem Zustand die elf positiven Affirmationsreime aus dem Buch, verwurzeln sich diese im Unterbewusstsein und machen die Kinder für das ganze Leben stark“.

Selbstbewusst durchs Leben

„Ein positiver, selbstbejahender Satz“

Dass Affirmationen hilfreich sein können, diese Erfahrungen haben bereits viele Menschen gemacht. Bei einer Affirmation handelt es sich kurz zusammengefasst um einen positiven, selbstbejahenden Satz, der häufig wiederholt wird (2.) Beispiele wären: „Ich bin selbstbewusst“ oder „Ich schaffe das.“ Auch die Wirksamkeit von Affirmationen wurde bereits hinreichend wissenschaftlich untersucht. Neurowissenschaftler bestätigen, dass eine Selbstbekräftigung durch Gedanken, welche die eigenen Grundwerte ansprechen, tatsächlich die Hirnaktivität verändert (3.). Ein Proband, der auf diese Weise geistig voreingestimmt ist, kann die gewünschte Handlung dann tatsächlich leichter in die Tat umsetzen (ebd.). Genau dort möchte Stricker als Vater von zwei Kindern ansetzen: „Lernen Kinder innerhalb von 30 Tagen die Reime auswendig, so denke ich, dass sich die positiven Eigenschaften wie das Autofahren erlernen lassen. Der Abruf der Eigenschaften ist völlig automatisch und unbewusst. Somit hat man präventiv vorgesorgt bei Kindern zwischen drei und sieben Jahren.“ 

Reime fürs Leben

„Ob nun schmutzig oder fein, ich werd immer wertvoll sein“

Das Erlernen von neuen Inhalten über Reime ist eine Lernmethodik, die sich bereits über viele Jahre hinweg etabliert hat. Simple Reime sind daher wie Eselsbrücken, und können bereits von kleinen Kindern leicht erlernt werden. Dennis Foth von der British Columbia Universität in Vancouver hat die Reimmethode anhand einer reimbasierten Gedächtnistafel untersucht[3]. Außerdem hat er sie mit anderen Lernmethoden wie einem Zahlencode verglichen (4.). Das Ergebnis war, dass sich die Reimmethode im Vergleich mit den anderen Lernmethoden als hilfreich erwies[4]. Eine erwachsene Kontrollgruppe stellte alle erprobten Methoden als gleich hilfreich heraus (ebd.). Man könnte als Eltern aber zumindest vermuten, dass sich kindliche Probanden Inhalte über Reime leichter merken können als über einen Zahlencode. Kurz zusammengefasst: dass Reime äußerst nützlich sein können, um Inhalte im Gedächtnis zu verankern, ist bereits wissenschaftlich belegt.

Unter der Oberfläche

„Bewusstsein und Unterbewusstsein müssen an einem Strang ziehen“

Dietmar Stricker geht sogar noch einen Schritt weiter: nicht nur positive, neue Inhalte sollen im kindlichen Unterbewusstsein verankert werden. Auch bereits erlebte, negative Botschaften sollen auf diese Weise aufgelöst werden. Auch dabei bekommt er Unterstützung von Bewusstseinsforschern: Ines Banghard[5] hat sich beispielsweise mit dem menschlichen Unterbewusstsein und damit, wie ein Kind die Welt wahrnimmt, beschäftigt (5.). Sie beschreibt das Unterbewusstsein als Datensammler, der nicht nur die schönen Erinnerungen, sondern auch die negativen Erlebnisse speichert.

Ines Banghard glaubt, dass wir das „Unterbewusstsein auf unsere Seite ziehen müssen“, wenn wir unsere Erfolge oder unser Verhalten beeinflussen wollen. Bewusstsein und Unterbewusstsein müssen laut Banghard an einem Strang ziehen. Als hilfreiche Methoden dafür nennt Banghard beispielsweise Fantasiereisen und Mentaltraining. Für ältere Kinder oder Erwachsene mögen beide Methoden am besten geeignet sein. Gerade Kinder im Kleinkindalter, die sich noch im Theta-Zustand befinden, können aber mit wenig Aufwand beispielsweise durch die elf gereimten Affirmationen in dem Buch erreicht werden.

Positive persönliche Erfahrungen

„Mama, ich schaffe das. Ich weiß, dass ich das kann“

Zuletzt bestätigen den Autor und Vater von zwei Kindern im Alter von 3 und 4,5 Jahren auch seine eigenen Erfahrungen in seinem Konzept: „Meine Kinder fallen hin und sagen: „Papa, ich bin hingefallen, aber gut, dass ich ein Gewinner bin. Grundsätzlich lassen sich meine Kinder weniger einreden, von wegen Wertlosigkeit oder fehlender Intelligenz“. Andere Kunden berichten ähnliches. Eine Amazon-Rezensentin schreibt beispielsweise: „Mein Kleiner (7) hat in Sachen Selbstwert Nachholbedarf. Und was gibt es Schöneres, als sein Kind sagen zu hören „Mama, ich schaffe das. Ich weiß, dass ich das kann“.

Literatur

[1] Lipton, B.: Spontane Evolution. Unsere positive Zukunft, und wie wir sie erreichen. Koha-Verlag, Januar 2014.

[2] https://neobeats.de/gehirnwellen-lebensalter/

[3] Lieury A.: Ein Gedächtnis wie ein Elefant. Tipps und Tricks gegen das Vergessen. Springer-Spektrum, 2012.

[4] https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/was-das-gehirn-empfaenglich-fuer-ratschlaege-macht/

[5] https://www.coach-deines-lebens.de/das-unterbewusstsein-und-wie-dein-kind-seine-welt-wahrnimmt

Literaturhinweise

https://zeitzuleben.de/affirmationen-ein-praktischer-weg-zu-wachstum-veranderung-und-heilung/ 

Autor

Dietmar Stricker aus Paderborn, Jahrgang 1985, Bachelor-Ingenieur, Erfinder und Vater von zwei Kindern. Er beschäftigt sich bereits seit neun Jahren mit dem Thema Selbstentwicklung und will sein erworbenes Wissen in seinen liebevoll gestalteten Kinderbüchern umsetzen. Sein Erstlingswerk, das „Alles wird gut“-Buch, ist seit Januar 2020 im Buchhandel erhältlich.

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