Zitiervorschlag

Meinen Namen unter die Lupe genommen! Leseanbahnung - Anlautübungen

Bärbel Merthan


Etwas entdecken, selbst bauen, wiederholen, sich erklären können, etwas merken, das sind einige Eigenschaften, über die ein Kind im Vorschulalter verfügen sollte und womit sich auch die meisten gerne lange Zeit des Tages beschäftigen. Besonders interessant ist es, wenn es etwas ist, was später auch für die Schule genutzt werden kann. Hier wird aufgezeigt, wie man selbst ein Lesezeichen mit einer Lupe baut und das Lesezeichen einsetzen kann.

Alter: 5 - 6 Jahre

Anzahl: alle Vorschulkinder

Ort: im Nebenraum am Tisch

Material:

Pro Kind:

Vorbereitung:

Schneiden Sie die Pappstreifen auf das gewünschte Maß zu und versehen jeden Streifen mit einem entsprechenden Loch, in das die Lupe eingepasst werden soll. Bei der kleinen runden Lupe Haltegriff wegsägen und Pappe mit einem Zirkelschneider auf das entsprechende Maß ausschneiden.

Neben dem Material, was so vorbereitet ist, sollte von Ihnen noch ein Arbeitsblatt geschrieben werden, das verteilt über das Blatt die Namen der Vorschulkinder enthält und viele andere einfache Begriffe. Gut wäre es, die Worte der Anlauttabelle mit hineinzunehmen. Erkundigen Sie sich in der Schule nach der Anlauttabelle. Schreiben Sie die Worte mit großen und kleinen Buchstaben in den Computer, vergessen Sie nicht, die Vornamen der Kinder einzufügen.

Beispiel:

Nase

Rose

Andreas

Nebel

Sonne

Anja

Machen Sie einen größeren Abstand zur nächsten Zeile als üblich. Zum Schluss soll das Blatt etwa mit 10 Zeilen beschrieben sein.

Geben Sie die anschließend mehrfach ausgedruckten Blätter in je eine Sichthülle und legen alles Material bereit.

Einstimmungsphase:

Erklärung:

Wasserlinse - Stelle ein Bild hinter ein Glas mit Wasser, und das Bild wird vergrößert. Die konvexe Form des Glases und das Wasser wirken wie eine Lupe.

Jedes Kind erhält eine eigene kleine Lupe und darf sich mit der Lupe im Raum umschauen. Jeder darf ein Teil, das es besonders spannend in der Vergrößerung fand, zum allgemeinen Betrachten mitbringen.

Falls Sie für die Einleitung zu viel Zeit benötigt haben, weil der Versuch und das Erleben um die Lupe herum zu spannend war, oder die Kinder zu viel Zeit zum Ausgestalten ihres Lesezeichens benötigten, können Sie an dieser Stelle das Angebot gut unterbrechen und den zweiten Teil zu einem späteren Zeitpunkt anbieten.

Durchführungsphase:

Mit dem Lupen-Lesezeichen sind wir richtige Detektive, wir finden alles.

Es geht um den Buchstaben "N" und "n" (Beispiel).

N wie Nase. Gemeinsam wird überlegt, ob man in den folgenden Wörtern auch ein N hört, vielleicht sogar schon wo?

Nebel - Name - Nummer - Neun...

Mann - Kahn - Bahn...

Kanne - Tanne - Fahne...

Der große und kleine Buchstabe "N" und "n" werden von der Erzieherin auf das Blatt oder die Tafel geschrieben.

Der Buchstabe wird gesucht: Schaut von Eurem Blatt die 1. Reihe mit dem Lupen-Lesezeichen genau an, findet Ihr die Buchstaben?

Die Erzieherin liest den Kindern die Begriffe laut vor. Anschließend dürfen die Kinder die gesuchten Buchstaben der 1. Reihe mit dem Folienstift einkreisen.

So wird das gesamte Blatt bearbeitet.

Wie reagieren die Kinder darauf, dass ihr Name mit großen und kleinen Buchstaben dort steht?

Schluss- und Reflexionsphase:

Was sagen die Kinder zu diesem Angebot?

Hat jeder alle Buchstaben gefunden?

Zum Abschluss darf sich jedes Kind entweder den großen oder den kleinen Buchstaben aussuchen, um ihn nacheinander mit dem kleinen Auto nachzufahren.

Wichtig ist es, den richtigen Anfangspunkt zu bestimmen und die richtige Schreibrichtung zu beachten.

Wie heißt unser Buchstabe? N wie Nase.

Das finden die Kinder bestimmt spannend: Sie haben einen echten Buchstaben kennen gelernt.



In: Martin R. Textor/Antje Bostelmann (Hrsg.): Das Kita-Handbuch.

https://www.kindergartenpaedagogik.de/fachartikel/bildungsbereiche-erziehungsfelder/sprache-fremdsprachen-literacy-kommunikation/1783/